"Kein Steibügelhalter für die Regierung": Gorbach sieht BZÖ als "Reformmotor"

Landesgruppe für Niederösterreich gegründet

"Die politische Landschaft Niederösterreichs wird mit dem heutigen Tag bunter - Orange wird dem 'schwarzen' Niederösterreich gut tun." Das erklärte Vizekanzler und geschäftsführender BZÖ-Obmann Hubert Gorbach beim Gründungskonvent der BZÖ-Landesgruppe in Altlengbach. Anton Wattaul wurde zum Landesobmann gewählt.

85 Delegierte waren zur Gründung der Landesgruppe in Altlengbach erschienen. Wattaul erhielt zwei Gegenstimmen. Mit demselben Ergebnis wurde Peter Staudigl zum geschäftsführenden Landesobmann bestimmt.

Im Hinblick auf die kommende Nationalratswahl meinte Gorbach in seinem Referat, das Bündnis dürfe nicht nur ein "Farbtupfer" sein, sondern müsse zum unabkömmlichen Faktor werden. Man werde kämpfen - nicht um "Steigbügelhalter" der Regierung zu sein, sondern weiter der "Reformmotor", um Österreich international weiter nach vorne zu bringen. Österreich habe sich eine Fortsetzung der derzeitigen Regierungskonstellation verdient, verwies der Vizekanzler auf die Alternativen: "Rot-Grün" sei in Deutschland gescheitert, eine Große Koalition würde Stillstand bedeuten, "Schwarz-Grün" wäre, wie das Beispiel Oberösterreich zeige, "auch nicht ideal".

Beim BZÖ stehe der Mensch im Vordergrund, sagte Gorbach. Es sei zu wenig, Fehler der Vergangenheit aufzuzeigen, wie dies politische Mitbewerber täten. Es gehe um Ziele, Visionen und die besten Ideen für die Zukunft. Es gelte, die "Straße des Fortschritts" zu gehen und lösungsorientiert zu denken.

Gorbach freute sich, beim Gründungskonvent "lauter Freunde" zu sehen - darunter den ehemaligen FP-NÖ-Chef Hans Jörg Schimanek, Robert Wenitsch oder den Gewerkschafter Max Walch. Zu Stellvertretern des neuen Landesobmannes Abg. Anton Wattaul, der bereits seit April 2005 als BZÖ-Landeskoordinator fungiert hatte, wurden Thomas Bauer, Alfred Schorli, Christian Kumhofer und Robert Wenitsch gewählt. NÖ Bündnissprecherin ist Susanne Ott.

(apa/red)