Fakten von

Karas zu Kandidatur als
EU-Parlamentschef bereit

ÖVP-Politiker hat nach eigenen Angaben Unterstützung in allen Fraktionen

Der ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas hat seine Bereitschaft signalisiert, mit der nötigen Unterstützung als Nachfolger von Martin Schulz um das Amt des EU-Parlamentspräsidenten anzutreten. "Ich kandidiere nur dann, wenn ich die proeuropäischen Kräfte vereinen kann und mir sicher bin, dass ich tun kann, was ich für notwendig und richtig halte", sagte Karas der "Presse".

Karas vertritt die ÖVP seit 1999 im EU-Parlament und trat bei der Europawahl 2014 als Spitzenkandidat der Partei an. Der 58-Jährige war von 2012 bis 2014 bereits Vizepräsident im Europäischen Parlament.

Der bisherige EU-Parlamentschef Schulz hatte zuletzt seinen Wechsel in die deutsche Bundespolitik bekannt gegeben. Im Europaparlament wird seither um seine Nachfolge gerungen. Beide großen Fraktionen, die Europäische Volkspartei (EVP) und die sozialdemokratische S&D, beanspruchen den Posten entgegen früherer Absprachen für sich. Zuletzt brachten sich bereits mehreren Kandidaten ins Spiel, etwa der liberale Fraktionschef Guy Verhofstadt.

Karas betonte gegenüber der "Presse", er sei von Vertretern seiner EVP-Fraktion sowie von Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen zur Kandidatur ermuntert worden. Der künftige Parlamentschef müsse ein parteiübergreifender Kandidat sein, "nicht nur von einer Fraktion oder einer Großen Koalition".

Die Wahl des neuen Präsidenten soll voraussichtlich am 17. Jänner in Straßburg stattfinden.

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