Fall Kampusch von

FBI: Unprofessionelles Vorgehen

Experten sprechen von einem Fehler bei Ermittlung zu Priklopils Entführungsauto

Natascha Kampusch © Bild: Reuters/Heinz-Peter Bader

Die Fahnder des Federal Bureaus of Investigation (FBI) haben ihre Ermittlungen zum Fall Kampusch abgeschlossen: Sie orten bei ihrem Besuch in Wien unprofessionelles Vorgehen der Erstermittler.

Im Innenministerium wollte man den Bericht am Mittwochnachmittag nicht kommentieren. Laut "Kurier" geht es bei der Panne um die Fahndung nach dem Kastenwagen, für die das damalige Wiener Sicherheitsbüro verantwortlich zeichnete: Eine Zeugin hatte die Entführung Kampuschs am 2. März 1998 beobachtet und eine genaue Beschreibung des weißen Kastenwagens abgeliefert. Nach einem Hinweis eines Hundeführers überprüften Beamte auch den Entführer Wolfgang Priklopil. Das unterirdische Versteck für Kampusch war aber so gut getarnt, dass selbst ein Polizeihund es nicht entdecken hätte können, hieß es in dem Bericht.

Beim Kastenwagen seien aber Fehler gemacht worden. Damals versuchten die Beamten anhand der Beschreibung über einige Autohändler das Fahrzeug zu identifizieren, was nicht gelang. Laut "Kurier" sprachen die Ermittler in diesem Zusammenhang von einem "unprofessionellen Vorgehen". Wäre der Autotyp damals genauer analysiert worden, wäre Priklopil möglicherweise früher identifiziert worden.

In Ermittlerkreisen zeigte man sich am Mittwoch von diesen ersten Erkenntnissen der Evaluierung der Ermittlungen im Fall Kampusch wenig überrascht. Es sei bereits bekannt gewesen, dass in den Ermittlungen nach dem Verschwinden des damals zehnjährigen Mädchens nicht alles pannenfrei abgelaufen sei, war zu hören.

Kommentare

Na so was, ganz was Neues! ;-)

Unprofessionelle Vorgangsweisen (= Manipulationen) sind bei alpenrepublikanischer Polizei und Kripo nach wie vor die Norm, nicht die Ausnahme - und werden von allen Seiten, bis hin zu Gericht und Instanzenweg, kategorisch gedeckt und unter den Tisch gekehrt.

Es bedarf schon eines Fall K., um über solche "Pannen" überhaupt etwas zu lesen.

Görnoud Hoover

Das die Sache stinkt war vor dem FBI schon klar. Danke großer Bruder dass du das bestätigt hast ! Wie unnötig !

..und bei der Polizei läut die Informationsbeschaffung nicht wie bei einigen Reportern - gesetzesfrei und mit Hilfe von Schmiergeld.

Zu evilein1: Die Polizei werden bei den Ermittlungen durch den geliebten Datenschutz ständig Prügel zuwischen die Beine geworfen. Jede Maßnahme muss bewilligt werden und verzögert die Ermittlungen. Ausserdem muss sie der Prüfung durch die Datenschutzkokmmission standhalten, die ständig wie ein Damoklesschwert droht. Welchen Beamten interessiert ein Fahndungserfolg, wenn er dafür wegen einer Verletzung des Datenschutzes seine Karriere beenden muss bzw. Geldstrafen in horrenden Höhen drohen?

vielleicht wachen die leute endlich mal auf und es werden auch in at gescheite ermittlungen angestrebt und nicht nur diese *der hofa wars* scheinheiligen. in keinem der wirklich bösen fälle (kampusch, fritzl,auhof, kührer) hat die polizei irgendwas zu tage gebracht und vor allem gegen evtl mittäter ermittelt. wahrscheins rennen die drahtzieher frei rum und lauern auf die nächsten-ich begrüsse die aktion und hoffe dass sich endlich was tut

Was würde das FBI erst zu dem Fritzl Fall sagen, da hat jeder Reporter mehr recherchiert als die Polizei, soviele Ungereimtheiten das man dem Autor des Buches mehr glauben schenken kann als der Polizei!

Herbert Duplomatie

Danke FBI: jetzt ist es amtlich, das bei uns in den behörden nur sackläuse arbeiten....

Und für diese aufgewärmte Suppe haben wir nun das FBI gebraucht !!???
Was kommt als Nächstes? Das Christkind, weil irgend ein ewig Gestriger sich wünscht, dass seine Verschwörungstheorie aufgeht?
Vergesst doch diesen Fall ENDLICH !!! GÄHN !!!

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