Kampf um das Red Bull-Trikot in Spanien: Große Konkurrenz in Abwehr und Mittelfeld!

27 Profis rennen und kämpfen um einen Stammplatz Vratislav Lokvenc für Mannschaftsfoto eingeflogen

Mit den zwei österreichischen Fußball-Teamspielern Andreas Ivanschitz (Rapid) und Ronald Gercaliu (Sturm Graz) sowie dem ungarischen Internationalen Laszlo Bodnar (Roda Kerkrade) geht Red Bull Salzburg als aufgerüsteter Jäger von Tabellenführer Austria Wien in die Frühjahrssaison der T-Mobile Bundesliga. Im Trainingslager an der spanischen Mittelmeerküste hat der Kampf um die Trikots in der Bullen-Elf voll eingesetzt.

Trainer Kurt Jara hat seinen 27 Profis im Beach- und Golf-Hotel Oliva Nova nicht nur einmal deutlich gemacht, dass er jetzt mehr Variationsmöglichkeiten auf verschiedenen Positionen hat: "Es gibt keine Stammelf, jeder Spieler ist tag-täglich gefordert und muss sich beweisen." Das gilt auch für die Neuen, die "um ihren Platz kämpfen müssen und genauso bei null beginnen wie die anderen. Sie haben das Potenzial dazu, müssen es aber erst umsetzen."

Große Hoffnungen setzt er in seine Nummer 10, Teamkapitän Ivanschitz, der sich im Kreis der Bullen schon wohl fühlt, aber sportlich starken Gegenwind verspürt. "Mein primäres Ziel ist ein Fixplatz in der Mannschaft. Dass das nicht leicht wird, wusste ich. Aber ich wollte und brauche diesen Druck, um mich weiter zu entwickeln".

Gegen Prag mit Kirchler und Ivanschitz
Der Burgenländer soll nach den Vorstellungen des Trainer die Spielmacher-Rolle einnehmen, die im Herbst Roland Kirchler bärenstark ausfüllte. Kirchler sieht die Situation relativ entspannt. "Ich kann jedenfalls ruhig schlafen. Ich will noch zwei Jahre spielen und dabei unbedingt in die Champions League. Wenn ich so spiele wie im Herbst, bin ich gesetzt." Dass Jara zumindest in den Heimspielen die Offensiv-Variante auspacken und mit beiden spielen könnte, zeigt der Test gegen Sparta Prag.

Aber auch auf anderen Positionen wird um einen Fixplatz gekämpft, angefangen im Tor bei Heinz Arzberger und Alexander Manninger, auf den defensiven Außenpositionen bei Thomas Winkelhofer und Bodnar bzw. Jürgen Pichorner und Gercaliu. Jara: "Konkurrenz kann nur gut für die Leistung sein. Das ist doch bei fast allen Mannschaften in Europa, die sich hohe Ziele setzen, so, dass der eine oder andere Nationalspieler auf der Bank oder sogar auf der Tribüne sitzt".

Der Weg in die Champions League (zumindest Platz zwei ist nötig) soll für die heimstarken Salzburger auch über eine erfolgreichere Auswärtstaktik erfolgen. "Damit wir um die Meisterschaft ernsthaft mitspielen können, müssen wir auswärts stärker und stabiler auftreten", weiß Jara.

Und auch bei Standardsituationen sieht er noch einen Steigerungsbedarf. "Wir haben große, kopfballstarke Spieler und machen einfach zu wenig daraus". Mit einer 2:0-Gala gegen Rapid haben sich die Salzburger in die Winterpause verabschiedet, genau dort wollen sie ab 18. Februar fortsetzen. "Wir benötigen noch zwölf solcher Spiele, wollen wir im Mai den Meisterteller in den Händen halten", sagt Jara.

Mit seinem Team durfte er sich rechtzeitig zum Mannschaftsfoto in der Stierkampfarena von Ondara am Donnerstag endlich auch über einen wolkenlosen Himmel freuen. Denn bisher wurden die Salzburger nach Wochen im Schnee und bei fast arktischen Temperaturen sowie in Spanien Temperaturen knapp über null Grad, Dauerregen und starkem Wind nicht gerade verwöhnt.

Einzig das Ambiente und die perfekte Organisation in Valencia machte wunschlos glücklich. Selbst den Weg vom Hotel zum ein Kilometer entfernten Trainingsgelände müssen die Profis nicht zu Fuß zurücklegen, werden sie doch mit dem hochmodernen, extra hergebrachten Red Bull-Bus chauffiert.

Für einen Tag mit dabei war auch Vratislav Lokvenc, der für den Foto-Termin eigens eingeflogen wurde, dann wieder in Regensburg mit Jan Koller die Physiotherapie wegen seiner Knieverletzung absolviert. Der Tscheche will im Lauf des März wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

(apa/red)