Es gibt ihn also doch noch. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist - laut eigenem Bekunden "gut erholt" - aus dem Urlaub zurück und bezog erstmals zum Kärnten-Sumpf Stellung. Der Schuldige war dann auch schnell ausgemacht: Jörg Haider sei zwar ursprünglich angetreten, "das System" aufzubrechen, scheiterte aber letztlich und wurde selbst Teil dieses Systems. Offensichtlich wurde auch Haider "korrumpierbar", so Strache.
Er selbst sei es gewesen, der die Fehlentwicklung 2002 aufgezeigt habe und dafür sei er als der "Böse" und als "Putschist" hingestellt worden. 2005 mit der FPÖ-Spaltung, als Haider das BZÖ gegründet hatte, habe Strache in seiner Partei hingegen den "Selbstreinigungsprozess" durchgesetzt. "Ich und mein Team behielten Recht. Wenn jemand behaupten kann, dass er für Säuberung und Bereinigung in seinem Team steht, dann bin ich das", so Strache.
Aussöhnung zwischen Haider und Strache
2008, kurz vor Haiders Unfalltod, kam es übrigens zur Aussöhnung zwischen Haider und Strache und einer Annäherung der beiden Parteien. Davon war vor allem heute allerdings nichts mehr zu sehen. "Ich war der erste, der erkannt hat, dass Haider seinen Grundsätzen nicht treu war", so Strache. Weiters stellte er fest: "Natürlich bedauere ich, dass der Kampf gegen das System von einem meiner Vorgänger nicht gewonnen wurde und er ein Teil des Systems wurde."
Vier Bedingungen für Neuwahlen in Kärnten
Neuwahlen in Kärnten ist Strache nicht prinzipiell abgeneigt, allerdings gebe es vier Punkte, die dafür erfüllt werden müssten. Erstens brauche es gesetzliche Rahmenbedingungen, damit im Wahlkampf keine neuen Grauzonen entstehen können, verwies Strache auf den bereits bekannten Dörfler-Vorschlag für einen plakatfreien Wahlkampf und eine Kürzung der Wahlkampfkosten. Zweitens sollen die Kontrollrechte für den Landesrechnungshof ausgebaut werden. Gefordert wird weiters ein "Demokratiepaket für den Landtag", mit dem kleine Fraktionen mehr Möglichkeiten erhalten sollen, etwa was die Schwelle für den Klubstatus betrifft. Zuletzt dürfe nicht verhindert werden, dass die Kärntner Landesregierung eine Verfassungsklage gegen den Euro-Rettungsschirm ESM einbringen könne. Strache führte hier die "Absicht" der SPÖ an, mittels "Notverordnung" Neuwahlen in Kärnten zu erzwingen.
Termin "von Herbst bis Frühjahr"
Dörfler solle diese vier Punkte nun mit den anderen Parteien diskutieren. "Ich bin guter Dinge, das man sich hier zusammensetzt und schnell zu einem Einvernehmen kommt", zeigte sich Generalsekretär Herbert Kickl überzeugt. Neuwahlen alleine würden keinen Neubeginn glaubhaft machen: "Gemeinsam sollte man dieses Vernunftpaket im Sinne der Bevölkerung zusammenbringen." Wenn die Parteien diese Punkte umsetzen und einen Termin für Neuwahl finden, werden diese stattfinden. Auf einen Termin wollte sich Strache nicht festnageln lassen: "Das kann von Herbst bis Frühjahr der Fall sein." Das Fernbleiben der FPK aus dem Landtag beim Neuwahl-Antrag der anderen Parteien ist laut Strache eine Möglichkeit in der Geschäftsordnung: "Aber das ist etwas, das man nicht übermäßig strapazieren darf und irgendwann beendet werden wird."
Der brüderliche Wechsel an der FPK-Spitze von Uwe zu Kurt Scheuch stellt für den FP-Chef kein Problem dar. Er zollte Uwe Scheuch sogar Respekt für seinen Rücktritt und äußerte Verständnis für dessen Wunsch, aufgrund der "medialen Hetze" seine Familie schützen zu wollen: "Das ist zu respektieren und zu schätzen."
Kommentare
der jörg geht schon sehr ab! um österreich zu retten : anschluss!
Ah, der Herr HC hat nun endlich eine gute Ablenkungsausrede zu bieten:
Der Haider war's ...
Lange hat's dazu gebraucht, ist denn dem parteieigenen Haßsprüchedrechsler kein griffiges Verslein eingefallen?
Und übrigens, Herr HC: Wann können wie die gläsernen Parteikassen der FP endlich im Web bestaunen??
Wir Wähler werden auch nicht vergessen, daß es die SCHÜSSEL-ÖVP war, die Haiders Freibeuterbande Tür und Tor zur Selbstbedienung geöffnet hat.
Daher zur Landtags- und Nationalratswahl:
Unbedingt HINGEHEN
und Mißwirtschaft und Korruption ABWÄHLEN.
(... und sich aber von den treuherzigen Sack-und-Asche-Propaganda nicht täuschen lassen ...)
http://www.korruption-abwahl-jetzt.at/
also im Birnbacher Prozess hat die Petznerin jedem eine Tätschn angedroht, die so etwas behauptet......
Hätten wir ihm nicht ein paar Monate mehr Urlaub gegoennt - also ich hätte gerne gespendet !
Rücktritt ist zu schätzen... geh bitte, den hast ihm ja eh du nahe gelegt... was der Typ in den letzten Monaten der FPÖ an Stimmen gekostet hat, war ja nimmer vertretbar!! Bloß eine Frage: Hat der Herr Graf keine Tante die statt ihm die Witwen trösten könnte, damit er ebenfalls mal für ein paar Monate untertauchen kann, bevor er dann nach der Wahl wieder in Erscheinung tritt... weil ich persönlich denke, dass er momentan mehr an Wählerstimmen kostet, als er an Ertrag bringt... würde seinen Rücktritt auch schätzen und respektieren ;-) Und zum Thema "korrumpierbar"...na ich hoffe, dich ereilt nicht selbiges Schicksal wie den Herrn Landeshauptmann...weil momentan stinkt es ja innerhalb der FPÖ nur so nach Korrumpierung, als hätte Nachbars Hund Waldi in die Ecke gsch*ssen
... und wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mich zum Thema "Haider" eher ruhig verhalten...weil unter uns gesagt, wenn es den sogenannten "Vorgänger" nicht gegeben hätte, wärst du heute noch immer im Zahnbereich tätig oder vielleicht auch schon beim AMS oder möglicherweise im Privatkonkurs ;-) Also lass die Vergangenheit lieber auf sich beruhen und sei froh, dass du mit der Partei-Schuldenlast nach der Abspaltung in Knittelfeld nochmal heil ans rettende Ufer gekommen bist ...weil damals waren die Zeiten für die heutige FPÖ kein Honigschlecken...
Re: Rücktritt ist zu schätzen... @war-lord
noch etwas kurz zum Thema Graf. Die alte Dame braucht sich gar nicht so aufpudeln. Hätte Sie lieber ihr Geld auf die Bank getragen. Nein besser in eine Stiftung um ja an den Fiskus vorbei und Steuern zu hintergehen. Ich hab kein Mitleid mit der Dame. Die roten und die schwarzen wollen ja nur keine Stiftungen belasten. Da liegt Geld am Boden. Bitte nur aufheben.
@elcordes Sie haben völlig RECHT... weil die 90 jährige hat scheinbar nicht genau gewusst was eine Stiftung ist und ihr Geld einem Aufsichtsrat anvertraut... gutgläubig und vertrauensselig wie sie war... Und ja Sie haben Recht...weil wenn sie das Geld auf ein Sparbuch gelegt hätte, dann könnte sie heute wenigstens frei darüber verfügen...so hat sie nicht mal einen Schlüssel, für Grundstücke die mit einem Zaun versperrt sind und die die Stiftung mit ihrem Geld erworben hat... ich habe schon ein wenig Mitleid mit der Dame, weil von ihrem Ersparten wird sie vermutlich in den nächsten Jahren nimmer viel sehen... über ihr Vermögen entscheiden jetzt andere... was hat sie da von irgendwelchen Steuer-Ersparnissen, wo sie ihr gesamtes Vermögen verpfändet hat???
Egomanie Ganz schön eingebildet, dieser Knabe. "Ich und mein Team". Schon im Kindesalter lernt man, das man sich selber nicht zuerst nennt.
Wovon musste er sich denn erholen? Vom Nachplappern der Kickelschen Sprüche?
Re: Egomanie Egomanie
Ganz schön eingebildet, dieser Knabe. "Ich und mein Team". Schon im Kindesalter lernt man, dass man sich selber nicht zuerst nennt.
Wovon musste er sich denn erholen? Vom Nachplappern der Kickelschen Sprüche?
ohne jörg haider würde dieses künstliche blauauge sicher noch in einem dichten wald im waldviertel die zähne einer zugsäge behandeln !