Kärnten Steiermark von

Schwere Unwetter im Süden

Aufräumarbeiten nach nächtlichen Gewittern in der Steiermark und in Kärnten

Kärnten Steiermark - Schwere Unwetter im Süden

In der Steiermark und in Kärnten sind Feuerwehr und Bundesheer nach schweren Blitzschlag ein Gebäude in Brand.

Starke Unwetter haben am Mittwochabend in Kärnten für zahlreiche Einsätze der Hilfskräfte gesorgt. In Maria Wörth (Bezirk Klagenfurt Land) wurde durch den starken Regen ein Felssturz ausgelöst. Im Gailtal mussten die Einsatzkräfte mehrmals wegen überfluteter Keller, umgeknickter Bäume und unterbrochener Stromleitungen ausrücken.

In Pörtschach hatte der Blitz durch die Dachkonstruktion hindurch in eine Starkstromleitung eingeschlagen. Der 57-Jährige Eigentümer befand sich in dem Gebäude, ebenso wie seine Eltern. Die Feuerwehr löschte den Brand. Verletzt wurde niemand, auch das Vieh konnte gerettet werden.

In Maria Wörth waren sechs bis acht Kubikmeter Gestein auf die Süduferstraße gestürzt. Für rund eine Stunde war die Süduferstraße gesperrt, während die Straßenmeisterei mit den Aufräumarbeiten beschäftigt war.

Pioniere im Einsatz
Währenddessen sind Feuerwehren und Bundesheer in der Steiermark mit Aufräumen bzw. Instandsetzungen beschäftigt. Die Schäden im Bezirk Murtal - zwei von Schlamm in Mitleidenschaft gezogene Gehöfte in Apfelberg bei Knittelfeld bzw. unter Wasser stehende Unterführungen - waren relativ rasch von den Feuerwehren bewältigt. Die seit der Vorwoche im Einsatz befindlichen Bundesheer-Pioniere räumten indes weiter Verklausungen und bauten Brücken.

Am Donnerstag standen 65 Kärntner Pioniere im Bereich Obdach (Bezirk Murtal) im Einsatz, im Bereich Trieben-Treglwang (Bezirk Liezen) waren 35 Mann des Baupionierzuges des Militärkommandos Steiermark an der Arbeit. Während man im Raum Obdach damit beschäftigt war, die Verklausungen zweier Bäche zu beseitigen, versuchte man in der Umgebung von Trieben weitere Hangrutschungen durch die Errichtung von sogenannten "Krainerwänden" zu verhindern.

Behelfsbrücken
"Wir sind im Raum Obdach rascher vorangekommen als gedacht", so Oberst Christian Fiedler vom Militärkommando Steiermark zur APA. "Heute wird eine acht Meter lange Behelfsbrücke Stahl und Holz mit 20 Tonnen Tragkraft über den Lauslingbachbach gebaut. Am Dienstag nächster Woche eine weitere sieben Meter lange Konstruktion gleichen Zwecks", so Fiedler. Damit werden weggespülte Hofzufahrten ersetzt. Parallel dazu schneiden die Pioniere weiterhin Bäume an den Bachläufen, die Verklausungen auslösen könnten und räumen die Wasserläufe von Schwemmholz und Geschiebe frei.

Der dritte Brückenbau ist in Treglwang zum Gehöft Knotzl vorgesehen: Hier war vor zwei Wochen die Brücke über den Knotzlbach weggerissen worden, das Anwesen war nur zu Fuß erreichbar. Errichtet wird eine Stahl-Holz-Brücke von fünf Meter Länge und 30 Tonnen Tragkraft.

Wenn kein weiteres Unwetter dazwischenkomme, dann könne der Einsatz voraussichtlich Ende kommender Woche beendet werden, schätzte man beim Bundesheer.

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