Julian Le Play hat sein erstes Album vorgelegt. "Soweit Sonar" heißt das feine Werk, das er mit sympathischem Abstand zu seinem "Helden von Morgen"-Ausflug in die Musikwelt geschossen hat. Und was seit wenigen Tagen am Markt ist und nun auch im Wiener WUK live präsentiert wurde, überzeugt auf ganzer Linie. Eine bemerkenswerte Stimme, eine starke Band - "Soweit Sonar" zählt zum Besten, das die heimische Popszene derzeit zu bieten hat.
Schon der Einstieg ins Album bietet mit dem titelgebenden "Soweit Sonar" einen feinen Song. Neben dem düsteren "Dein Kleid" gibt es fröhlichen Akkustik-Sound mit "Land in Sicht". Überhaupt ein Song mit Ohrwurm-Qualität - und neben dem einfühlsam-ehrlichen "Kind sein" einer der stärksten Songs eines insgesamt sehr gelungenen Albums. Hitpotenzial hat neben den Singles "Philosoph" und "Mr. Spielberg" aber auch "Madrid", in dem Julian Le Play vom Scheitern und Ausbrechen in die große Welt singt - mit einem wirklich grandiosen Refrain. Unbedingt anhören. Natürlich hat auch die Liebe ihren Platz auf "Soweit Sonar", aber ohne dabei penetrant auf die Tränendrüse zu drücken. Es gibt zum Glück mehr im Leben und im Debütalbum von Julian Le Play.
Aber nicht nur der namensgebende Sänger hat "Soweit Sonar" Qualität und Seele eingehaucht. Produzent der Scheibe ist nämlich Lukas Hillebrand - und damit hat Julian Le Play einen guten Mann im Boot, der sein Können schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Außerdem hat Hillebrand Musiker seiner Vorgängerband "Tyler" mitgebracht. Das hört man am Album und auf der Bühne. Denn Julian Le Play und Band liefern bemerkenswerte Live-Auftritte, klingen auf der Bühne noch besser als im Studio. Davon überzeugten sich bei der Premiere im prall gefüllten Wiener WUK neben vielen Fans auch einige heimische Branchengrößen - und waren begeistert. Selbst Musik-Urgestein Thomas Rabitsch war beeindruckt.
Die Ziele sind international
Das erklärte Ziel von Julian Le Play, Band und Management ist, auch über die Landesgrenzen hinweg Erfolg zu haben. Ein Plan, der dem sympathischen Newcomer nicht nur zu gönnen, sondern auch absolut zuzutrauen ist. Denn was jetzt als Debüt abgeliefert wurde, hat wirklich hohe Qualität. Vor größeren deutschen Kollegen muss sich Julian Le Play jedenfalls nicht verstecken. Im Gegenteil.
"Soweit Sonar" ist ein österreichisches Qualitätsprodukt, für das es sich lohnt, das Casting-Show-Grauen aus seinem Kopf zu vertreiben. Damit hat Julian Le Play nämlich nichts mehr am Hut. Weder musikalisch, noch in seinen spannenden Texten. Das Debütwerk macht Lust auf mehr. Für "Soweit Sonar" kann man nur eine Kaufempfehlung abgeben. Und gehen Sie auf ein Konzert, solange er noch in kleinen Clubs spielt. Die Hallen könnten schon bald größer werden.
NEWS.AT Google+ Hangout On Air mit Julian Le Play
Für alle Fans von Julian Le Play hat NEWS.AT übrigens ein besonderes Zuckerl parat: Österreichs erstes Google+ Hangout On Air. Am 10. Oktober ist es soweit. Bis 8. Oktober läuft die Anmeldung, um mit Julian Le Play live plaudern zu können.
