Iranischer Vizepräsident: US-Drohungen
laut Mashaee "so real wie Draculas Zähne"

Vizepräsident fürchtet sich nicht vor Militärschlag Peking unterstützt Moskaus Vermittlungsbemühungen

Der Iran will sein Atomprogramm ungeachtet amerikanischer Drohungen fortsetzen, die er für unrealistisch hält. Das erklärte der iranische Vizepräsident Esfandiar Rahim Mashaee während eines Besuchs in Indonesien. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte einen Militärschlag gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen, um ein eventuelles Waffenprogramm zu stoppen. "Es ist nicht überraschend, dass Rumsfeld auf die Drohung mit einem Militärschlag gegen den Iran zurückgreift", sagte Mashaee. "Eine solche Drohung ist aber ungefähr so real wie die scharfen Zähne Draculas."

China bekräftigte inzwischen seine Unterstützung für russische Vermittlungsbemühungen in dem Konflikt. Peking hoffe, dass die russischen Vorschläge einen Durchbruch ermöglichten, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Donnerstag. Russland hat angeboten, für den Iran Uran anzureichern. Damit soll der internationalen Gemeinschaft die Sicherheit gegeben werden, dass die Technik nicht für den Waffenbau eingesetzt wird. Die Gespräche darüber sollen am 16. Februar fortgesetzt werden. (apa)