Iran sorgt im Atomstreit für Aufregung: Vertreter vergleicht Angela Merkel mit Hitler

"In ihren kindlichen Träumen sieht sie sich als Hitler"

Ein ranghoher Vertreter der iranischen Revolutionsgarden hat die jüngsten Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Atomstreit mit dem Iran scharf zurückgewiesen und eine Parallele zu Hitler gezogen. "In ihren kindlichen Träumen sieht Merkel sich als Hitler und glaubt, dass sie jetzt, da sie im Kanzleramt sitzt, der Welt und den freien Ländern ihre Befehle erteilen kann", sagte Sejjed Massud Djaasajeri, Leiter der Öffentlichkeitsabteilung der Revolutionsgarden. "Von Leuten, die eine zionistische Vergangenheit haben, kann man nichts anderes erwarten", fügte er hinzu.

"Ich versichere ihnen, dass die kindliche Freude der US-Verantwortlichen und des zionistischen Regimes nach der Überweisung des Iran-Dossiers an den Sicherheitsrat nicht anhalten wird", sagte Djaasajeri weiter.

Die auch Pasdaran genannten Revolutionsgarden wurden als ideologische Armee der Islamischen Republik Iran gleich nach dem Sturz des Schahs 1979 gegründet. Sie stehen unter direkter Kontrolle des geistlichen Oberhauptes Ayatollah Ali Khamenei.

Die Kanzlerin hatte auf der Sicherheitskonferenz in München mit Blick auf das iranische Atomprogramm und die Drohungen des radikalen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel gemahnt, die Fehler des Westens bei Hitlers Aufstieg Mitte der 30er Jahre dürften nicht wiederholt werden.

(apa/red)