iPhone 5 von

Riesenansturm

Apple-Smartphone erfolgreich gestartet. Plus: Österreich-Start und Tarife.

Man musste kein Prophet sein, um das richtig vorherzusagen: Der Verkaufsstart des iPhone 5 hat heute, Freitag, in vielen Ländern für massiven Kundenandrang vor Geschäften des US-Herstellers Apple gesorgt. Auch in Deutschland warteten Käufer in langen Schlangen. Das neue Apple-Telefon ist nun in den USA, Deutschland und sieben weiteren Ländern im Handel erhältlich. In Österreich beginnt der Verkauf des neuen iPhones am Freitag in einer Woche (28. September). Apple-Rivale Samsung kündigte indes an, womöglich seine Patentklagen gegen den US-Konzern auf das neue iPhone-Modell auszuweiten.

In Österreich ist das iPhone 5 ab heute bei Orange, A1, T-Mobile und "3" zumindest schon vorbestellbar. Der tatsächliche Verfügbarkeit beginnt am 28.September zu unterschiedlichen Preisen: Provider-Primus A1 und Orange bieten das Smartphone in der 16 GB Version ab 199 Euro an, bei T-Mobile beginnen die Preise bei 249 Euro. "3" bietet den neuen "Apfel-Riegel" bereits ab 99 Euro an. Die Preise in Österreich für die vertragsfreien Geräte werden von Apple erst bekanntgegeben, man kann aber davon ausgehen, dass sie sich an den deutschen orientieren werden, wo das iPhone 5 bereits im Handel ist.

Neues iPhone um jeden Preis

Vor der Apple-Filiale in München in der Innenstadt hatte der erste Käufer zwei Tage auf den Verkaufsstart gewartet. Der Kunde hatte seinen Stuhl bereits zur Wochenmitte vor dem Geschäft aufgebaut. Im gesamten Bereich um den Laden in der bayerischen Landeshauptstadt gab es Absperrbänder und Sicherheitspersonal. Mit insgesamt 40 Kräften war eine Sicherheitsfirma im Einsatz.

In Paris startete der Verkauf trotz des Streikaufrufs einer Gewerkschaft, die ein Viertel der knapp 1.500 Apple-Mitarbeiter in Frankreich vertritt. Vor dem Apple-Store nahe der Pariser Oper warteten Menschen in einer mehrere hundert Meter langen Schlange. Es ist eines von zwei Geschäften des Herstellers in der französischen Hauptstadt. Die Gewerkschaft hatte ihren an die Verkäufer gerichteten Streikaufruf mit dem Scheitern von Tarifverhandlungen begründet.

Reißender Absatz

Bevor die Läden in Europa öffneten, war der Verkauf des Gerätes bereits in Australien und in Asien gestartet. Vor dem Geschäft in Hongkong bildete sich eine Art Schwarzmarkt. Kunden verkauften dort ihre Geräte an andere Wartende mit Aufschlägen von über 50 Prozent gegenüber dem normalen Ladenpreis weiter. In Deutschland wie in anderen Ländern nahmen Käufer teils mehr als ein Dutzend Geräte gleichzeitig aus den Apple-Geschäften mit.

Um Mitternacht mitteleuropäischer Zeit (08.00 Uhr Ortszeit) hatte in Australien der Verkauf des neuen Gerätes begonnen. Einige der ersten Kunden hatten vor der Apple-Filiale in Sydney bereits seit Dienstag Schlange gestanden. Einige hundert Passanten bildeten eine Protestgruppe, welche "Exzesse" der Konsumgesellschaft kritisierte.

Schon in den Tagen vor Verkaufsstart war die Nachfrage den Geräten immens. Alleine binnen 24 Stunden nach der Präsentation am Mittwoch vergangener Woche gingen bei Apple mehr als zwei Millionen Vorbestellungen ein.

Rundum verbessert

Das neue Modell verfügt über eine schnellere Internetverbindung, ein neues Betriebssystem und einen größeren Bildschirm. Trotzdem wiegt das aus Glas und Aluminium gefertigte Telefon 20 Prozent weniger als das Vorgängermodell. Dank eines leistungsstärkeren Prozessors können Inhalte aus dem Internet nach Unternehmensangaben doppelt so schnell wie bisher heruntergeladen werden.

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