Internetsucht von

Was ist der Grund?

Genmutation soll verantwortlich sein. Frauen sind anfälliger als Männer.

Ist Genmanipulation der Grund für Internetsucht? Frauen sind anfälliger als Männer. © Bild: Thinkstock

Die Internetsucht nimmt immer mehr zu. Aber was ist eigentlich die Ursache? Wissenschafter wollen nun herausgefunden haben, dass Internetsüchtige ein besonderes Gen in sich tragen. Die Sucht wird von der Mutation gefördert. Und: Frauen sind anfälliger als Männer.

Die Genmutation fördert das suchttypische Verhalten, indem sie den Stoffwechsel wichtiger Signalstoffe im Gehirn verändert. Wissenschafter haben nun festgestellt, dass Internetsüchtige diese Mutation häufiger in sich tragen als jene, die in normalem Ausaß im Netz unterwegs sind. "Es zeigt sich, dass Internetsucht kein Hirngespinst ist", bestätigt Wissenschafter Christian Montag von der Universität Bonn, der an der Studie beteiligt war, laut "Welt Online".

Mit diesem Wissen könne das Suchtverhalten besser diagnostiziert und behandelt werden. Denn wie bei der Abhängigkeit von Nikotin oder Alkohol gibt es auch bei der Internetsucht molekulargenetische Zusammenhänge.

Frauen häufiger betroffen

Interessant ist dabei auch, dass Frauen davon häufiger betroffen sind als Männer - obwohl man eigentlich vom Gegenteil ausging. "Möglicherweise ist der geschlechtsspezifische genetische Befund auf eine spezielle Untergruppe der Internetabhängigkeit wie zum Beispiel die Nutzung von sozialen Netzwerken oder Ähnlichem zurückzuführen", schlussfolgert Montag.

Wann gilt man als internetsüchtig?

Als internetsüchtig gilt man dann, wenn man nicht mehr ohne auskommt und auch die Persönlichkeit abseits des Computers dadurch geprägt ist. Man surft also stundenlang im Netz, spielt Computerspiele und ist ständig auf sozialen Netzwerken unterwegs. Man schafft es nicht mehr seine Zeit damit zu begrenzen. Oft ziehen sich diese Menschen zurück, werden realitätsfremd.

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