Über 25 Prozent der Preissteigerung in Österreich entfällt bereits auf Wohnung, Wasser und Energie. Benzin wurde hingegen seit April um 6,2 Prozent billiger. Insgesamt ist die Inflation gegenüber Mai leicht gestiegen. Auch der Pensionisten-Preisindex ist gestiegen.
Nach dem April mit 2,3 Prozent und dem Mai mit 2,1 Prozent stieg die Inflationsrate nach Berechnungen der Statistik Austria im Juni wieder leicht auf 2,2 Prozent an. Das teilte die Behörde am Montag mit. Mehr als ein Viertel des gesamten Preisanstieges verursachte der Bereich "Wohnung, Wasser und Energie" mit plus 3,2 Prozent. Nahrungsmittel, die um 2,6 Prozent teurer wurden, steigerten die Inflationsrate um ein Achtel.
Die Treibstoffpreise sanken seit April hingegen um nicht weniger als 6,2 Prozent. Die Jahresveränderungsrate betrug damit im Juni 3,0 Prozent, was die Gesamtinflationsrate um 0,13 Prozent steigerte. Der für den Vergleich in der Eurozone ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im Juni mit plus 2,2 Prozent im Juni gleich wie im Mai. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) kletterte im Jahresvergleich um 2,2 Prozent nach.
Täglicher Bedarf plus 2,8 Prozent
Der wöchentliche Einkauf, auch "Miniwarenkorb" genannt, der vor allem Nahrungsmittel aber auch Dienstleistungen und Treibstoffe enthält, ist in Österreich im Juni im Vergleich zum selben Monat im Jahr davor um 2,8 Prozent teurer geworden. Im Mai waren es 3,3 Prozent gewesen. Der Tageseinkauf oder "Mikrowarenkorb" ohne Sprit, Diesel und Dienstleistungen verteuerte sich im Jahresabstand laut Statistik Austria am Montag ebenso um 2,8 Prozent, nach plus 2,1 Prozent im Mai.
Beim Hauptpreistreiber "Wohnung, Wasser und Energie" mit der Durchschnittsteuerung von 3,2 Prozent wurden vor allem die Mieten teurer - um 5,0 Prozent. Auch die Instandhaltung (plus 2,9 Prozent) und die Haushaltsenergie (plus 2,2 Prozent) wurden teurer. Heizöl und Gas stiegen im Preis jeweils um 3,9 Prozent, Strom wurde um 0,3 Prozent billiger.
"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerten sich im Schnitt um 3,0 Prozent, wofür die Preissteigerung bei Nahrungsmitteln mit einem Plus von 2,6 Prozent überwiegend verantwortlich war. Fleisch und Fleischwaren wurden um 4,7 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse um 3,8 Prozent, Molkereiprodukte und Eier um 2,7 Prozent und Gemüse um 1,2 Prozent teurer, was durch die Verbilligung von Obst mit minus 6,6 Prozent laut Statistik Austria nicht kompensiert werden konnte. Alkoholfreie Getränke kosteten im Schnitt um 5,3 Prozent mehr, Kaffee verteuerte sich nach plus 10,0 Prozent im Mai im Juni erneut um 8,5 Prozent.
Doch was genau bedeutet eigentlich Inflation? NEWS.AT hat die Begriffe Inflation und Deflation erklärt.
Kommentare
War das nicht zu erwarten? Im Dezember erhöhten SPÖ+ÖVP die Steuern auf Energie und Treibstoffe. (Nun sind schon knapp 75% vom Zapfstellenpreis Steuern).
Wie IMMER erfolgt wenige Monate später darauf eine Teuerungswelle. "Aber Massensteuern haben sie keine erhöht" - die erhöhen sich von ganz alleine.
Lt. OECD hat:
die Republik Österreich eine der höchsten Steuerquoten der Welt (Arbeit ist unterdessen einschließlich Arbeitgeberbeiträgen mit mehr als 60 Prozent durch Steuern und Abgaben belastet); immer wieder kommen Finanzminister mit ihren Steuereinnahmen ganz dramatisch nicht aus. (Anmerkung: Grasser, Molterer, Pröll und Fekter alle ÖVP)
WIEN (apa). Die Österreicher haben noch nie zuvor so viele Steuern bezahlt wie im Vorjahr.
Gehalt?! Und interessant wäre nun auch dazu im Vergleich zu erfahren um wieviel Prozent Durchschnittlich die Gehälter gestiegen sind. Ich persönlich habe den "sicher falschen" Eindruck das die nicht annähernd so mitgestiegen sind?!
Kann mich aber gerne täuschen!
Re: Gehalt?! da haben Sie nicht unrecht. Auf der anderen Seite: wenn ich mir so anschaue, wie viel die Leute von dem Eingekauftem alles - teilweise ungeöffnet - wegwerfen, dann sind die Lebensmittel offensichtlich noch viel zu teuer. Die meisten Menschen wissen das Essen und saubers Wasser einfach nicht mehr zu schätzen.