Indonesien versinkt in Wasser & Schlamm: Hunderte Menschen nach Erdrutsch vermisst

Polizisten suchten mit bloßen Händen nach Opfern Mindestens 102 Häuser von Erdrutsch flachgedrückt

Indonesien versinkt in Wasser & Schlamm: Hunderte Menschen nach Erdrutsch vermisst

Die Erdrutsche auf der indonesischen Insel Java haben wahrscheinlich mehr als 210 Menschen das Leben gekostet. Allein im östlichen Bezirk Jember stieg die Zahl der Toten bis Donnerstag auf 103, in der Ortschaft Cijeruk wurden noch rund 100 Menschen vermisst. Ihnen wurden kaum Überlebenschancen eingeräumt, nachdem das Dorf am Mittwoch unter Tonnen von Schlamm und Geröll verschüttet wurde.

In Cijeruk wurden bisher 34 Leichen geborgen. Fast 1.000 trauernde Angehörige und Neugierige versammelten sich an der Unglücksstelle, wo Soldaten und Freiwillige mit bloßen Händen nach Überlebenden suchten. Im mehrere hundert Kilometer entfernten Bezirk Jember würden noch Dutzende Menschen vermisst, sagte Regierungssprecher Purwanto. Mit Hubschraubern versuchten die Rettungskräfte, die Überlebenden in den Dörfern zu erreichen.

Das Wetter klarte am Donnerstag vorübergehend auf. Später fiel jedoch erneut Regen, der die Rettungsarbeiten zum Erliegen brachte. Tausende Menschen wurden durch die heftigen Regenfälle und Überschwemmungen in den vergangenen Tagen obdachlos.

Australien und die USA stellten für die Versorgung der Obdachlosen rund 200.000 Dollar (165.000 Euro) zur Verfügung. Von dem Geld sollen Hubschrauber gemietet und zur Versorgung der Menschen aus der Luft eingesetzt werden. Geplant ist außerdem die Ausgabe von Medikamenten, Plastikplanen und Matratzen.
(apa/red)