In Wien-Schwechat: Österreichische Jemen-Geiseln sind nach Hause zurückgekehrt!

Grazer Architekt am Dienstag wieder bei der Arbeit

Nach Hause zurückgekehrt sind jene beiden Österreicher, die vor Weihnachten auf einer Urlaubsreise im Jemen entführt worden waren. Wie der Architekt Peter Schurz (52) am Dienstag der APA bestätigte, sind er und Barbara Meisterhofer (31) am Montagabend am Flughafen Wien-Schwechat eingetroffen und mit dem Auto in die Steiermark gefahren. Weitere Auskünfte wollte Schurz nicht geben. Auch für Interviews werde er zumindest in der nächsten Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Schurz befand sich Dienstagvormittag bereits auf dem Weg zur Arbeit. Der gebürtige Kärntner betreibt ein Architekturbüro in Graz. Dass er vorläufig kein Interview geben will, begründete er mit "schlechten Erfahrungen", die er in letzter Zeit mit Medien gemacht habe.

Die beiden Architekten Schurz und Meisterhofer waren am 21. Dezember in der nordöstlichen jemenitischen Provinz Marib entführt worden. Nach Verhandlungen mit den Geiselnehmern, die inhaftierte Stammesangehörige freipressen wollten, war das mit einem Landrover reisende Duo in der Nacht auf den Heiligen Abend freigelassen worden. Lösegeld wurde nach offiziellen österreichischen sowie jemenitischen Angaben nicht bezahlt. Nach ihrer Freilassung hatten die beiden ihre Reise fortgesetzt.

Nach den beiden Österreichern wurden zuerst eine deutsche Familie und dann fünf Italiener im Jemen entführt. Auch sie wurden inzwischen, nach Einschaltung ihrer jeweiligen Heimatstaaten und Verhandlungen jemenitischer Stellen mit den Geiselnehmern, wieder freigelassen.

(apa/red)