"Ich hätte mir mehr erwartet": Hans Landesmann über die Salzburger Festspiele

Empört über das "Spiel" mit Markus Hinterhäuser NEWS: "Er wäre die Idealbesetzung gewesen"

"Ich hätte mir mehr erwartet": Hans Landesmann über die Salzburger Festspiele © Bild: APA/Schlager

Der ehemalige Finanzdirektor der Salzburger Festspiele und Generalsekretär des Wiener Konzerthauses Hans Landesmann hätte sich in den letzten Jahren von den Festspielen mehr erwartet, wie er in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von NEWS erklärt.

Viel habe man in den letzten Jahren nicht gelernt, sagt Landesmann. Und über den designierten Intendanten Alexander Peireira, der 2012 sein Amt antritt: „Nichts gegen Alexander Pereira. Er ist ein tüchtiger Mann, aber er hat eine andere Vision, was Salzburg sein soll. Und die betrifft hauptsächlich das Leichtverkäufliche.“

Empört ist Landesmann über „das Spiel, das in Salzburg mit Markus Hinterhäuser getrieben wurde. Markus Hinterhäuser war Konzertdirektor der Salzburger Festspiele unter Jürgen Flimm und ist amtierender Intendant in dieser Saison in Salzburg. Landesmann: „Es ist erschütternd, dass man ihn einfach links liegen ließ. Er wäre die Idealbesetzung gewesen. Er ist Musiker mit Herz und Seele – das hatten wir in Salzburg lang nicht mehr. Er ist ein Mutiger und hätte die dringend nötige neue Musikgeneration nach Salzburg gebracht, Komponisten wie Interpreten.“

Nun votiert er hinsichtlich der bald frei werdenden Intendanz der Wiener Festwochen für Hinterhäuser. „Er hat Sachverstand in allen ¬Sparten, und er könnte Wien wieder zum Zentrum neuer Musik machen, so schlecht, wie es in Paris und London läuft. Er wäre eine Riesenchance.“

Noch mehr Infos zum Thema finden Sie in NEWS 06/2011