Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe Belege aus der Buchhaltung des Consulting-Unternehmens des früheren Vize-Kanzlers Hubert Gorbach.
Unter anderem hat Gorbach seit dem 26. September 2007 einen Konsulentenvertrag mit der Firma Kapsch TrafficCom, die monatlich 3.000 Euro bezahlt hat.
Auf Einladung des weißrussischen Außenministers war Gorbach Ende 2010 Beobachter bei der Wahl des letzten europäischen Diktators, Alexander Lukaschenko. Gorbach erklärte damals im NEWS-Video-Interview (siehe unten) überraschend und im Widerspruch zu anderen Wahlbeobachtern, dass die weißrussische Wahl westlichen Standards entsprochen habe.
Ende Februar 2012 gab Kapsch TrafficCom nun bekannt, dass man von der weißrussischen Regierung einen 267 Millionen Euro schweren Auftrag zur Errichtung eines Mautsystems erhalten habe.
NEWS veröffentlicht zudem Emails von Hubert Gorbach und dessen Sekretärin. Daraus geht hervor, dass Gorbach engen Kontakt zu dem früheren Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger und dessen Branchenkollegen Alfons Mensdorff-Pouilly pflegte. In einer Mail heißt es, Gorbach sei gerade auf dem Weg nach Luising zur Jagd. Aus derselben Mail geht hervor, dass Gorbach im Dezember 2007 auch auf Mensdorffs schottisches Schloss zum Jagen eingeladen wurde.
Kommentare
Ist doch verständlich... ...da ja alles too small ist. An der Einladung zur Jagd nach Schottland ist nichts Verwerfliches zu sehen, das diente zur Perfektionierung seines überragenden Englisch.
Hexenjagd.... Österreichische Politiker (Live und Ex) präsentieren sich leider nicht immer kompetent, professionell und vertrauenswürdig. Trotzdem ist das kein Grund, dass eine Hexenjagd gegenüber allen und jeden begonnen wird. Es ist nicht verwerflich, dass ein Unternehmen die Kontakte und Erfahrungen eines Ex-Politikers nutzt, sondern aus unternehmerischer Sicht empfehlenswert und richtig. In vielen Ländern dieser Welt sind Politiker (live und ex) im Dienste der jeweiligen Wirtschaft im Ausland aktiv und passiv unterwegs, um Aufträge zu generieren, Kontakte zu pflegen und Geschäfte anzubahnen. Das allein ist weder unrecht, noch unethisch. Viel verwerflicher erscheint es mir eine journalistische Hexenjagd, die Gerüchte zu Fakten und Vermutungen zu Recherche macht.
Re: Hexenjagd.... ist es sicher keine wenn keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Sollte das jedoch der Fall sein dann hat das Wort Hexenjagd schon Sinn.
Gorbach Ist doch nichts verwerfliches wenn man ein paar Milliönchen abzckt und der Finanz verschweigt, oder?Dieses Österreich ist eben ein " too small Country" für einen Weltbürger wie Gorbach sich selber sieht.