Honda Civic im Test von

Versteckte Qualitäten

NEWS.AT testet die neunte Modellgeneration des kompakten Japaners

  • Bild 1 von 8 © Bild: NEWS.AT/Böhm

Kaum zu glauben, aber der Honda Civic hat schon 40 Jahre am Buckel. 1972 wurde der erste Civic vorgestellt. Mittlerweile sind wir bei der neunten Modellgeneration angelangt und es hat sich einiges geändert - auch zum Vorgängermodell. NEWS.AT testete den aktuellen Honda Civic und spulte etliche Kilometer mit dem futuristisch-wirkenden Japaner herunter.

Die neunte Generation zeigt sich im Detail verfeinert und optisch sehr individuell. War das Vorgängermodell eher noch ein futuristisches Raumschiff, so hat der neue Civic mehr Kanten bekommen und ist bodenständiger geworden. Das tut dem 5-türigen Kompaktmodell sehr gut. Auch das Fahrverhalten in Kurven und auf Autobahnen ist äußerst überzeugend und die Dieselmotorisierung zeigt sich als schaltfreudig.

Sparsame Motoren
Motorisch stehen zwei Benziner mit einem 100 PS starken 1,4-Liter- oder einem 1,8-Liter-Saugbenziner mit 142 PS zur Auswahl. Das einzig angebotene Dieseltriebwerk leistet 150 PS. Der getestet Honda Civic 2.2i-DTEC mit 150 PS bietet das Maximum an Ausstattung – mit Einparkassistent, Xenon-Scheinwerfern, Ledersitzen und Panoramadach. Mehr geht einfach nicht. Preislich kommt das Testfahrzeug auf 30.980 Euro – die Einstiegsvariante kostet 17.990 Euro inklusive serienmäßiger Rückfahrkamera, Start-Stopp-System und spritsparenden Eco Assist.


Erfreulich ist der Verbrauch. Trotz engagierter Fahrweise wurden Tankstellen eher selten angesteuert. Mit einem Testverbrauch von 5,6 und einem Minimalwert von 4,4 Liter Diesel pro 100 km ist der neue Civic ein sparsamer Reisebegleiter. Möglich wird das spritsparende Dahingleiten durch die Eco-Taste links neben dem Lenkrad, die dem Fahrzeug einen Sparmodus verordnet. Dabei wird die Motordrehzahl leicht erhöht, die Klimaanlage arbeitet nur nach Bedarf weiter und der Fahrer wird mittels grün-blauem Farbenspiel am großzügigen Display über seine Fahrweise informiert.

Geräumiger Innenraum
Das großzügig gestaltete Cockpit wirkt futuristisch. Das Display spielt alle Farben, ist allerdings nur für den Fahrer einsehbar. Der Beifahrer kann sich aufs Mitfahren konzentrieren. Die Bedienelemente sind hochwertig und ergonomisch gestaltet. Auch der übrige Innenraum fällt üppig aus. So fasst der Kofferraum bis zu 1.378 Liter. Dieses große und vor allem flexible Kofferraumvolumen wird durch das „Magic Seats"-System der Rückbank ermöglicht. Egal, ob hohe oder sperrige Gepäckstücke – mit nur wenigen Handgriffen können die Rücksitze ganz schnell umgelegt werden. Klappt man die Rücklehne nach unten, entsteht eine komplett ebene Ladefläche.

Von der Karosserieform her wurde die 4,30 Meter lange Schräghecklimousine vorsichtig entschärft. Das kommt wiederum der Aerodynamik zu Gute. Bei der geteilten Heckklappe wurde die dritte Bremsleuchte tiefer angesetzt und vergrößert dadurch zwar das Sichtfeld, verbessert die Rundumsicht aber leider nur unwesentlich. Das ist auch der einzige Nachteil des kompakten Japaners. Dafür ist die Rückfahrkamera jedoch ein nützliches Hilfsmittel beim Einparken.

NEWS.AT-Fazit
Das neue Modell des Honda Civic überrascht in vielen Dingen: Der Japaner überzeugt mit einem moderaten Spritverbrauch und seinem individuellen Design. Letzteres wurde zwar etwas entschärft, vermittelt allerdings noch immer eine futuristische Anmutung. Auch die Transport-Qualitäten sind nicht zu verachten und man kann so einiges im erweiterten Laderaum verstauen. Sogar ein Fahrrad findet problemlos Platz. Alles in allem ist der Honda Civic durchaus ein alltagstaugliches Familiengefährt.

Kommentare

Technik