Zickenkrieg in Paris: Frankreichs First Lady Valerie Trierweiler hat Präsident François Hollande ordentlich in die Bredouille gebracht. Die 47-jährige Lebensgefährtin des Staatschefs mischte sich in den Parlamentswahlkampf ein - und zwar mit einem deutlichen Seitenhieb gegen Hollandes frühere Partnerin Segolene Royal.
Im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte die Journalistin eine ermutigende Botschaft an Royals Gegenkandidaten Olivier Falorni im westfranzösischen Wahlkreis La Rochelle, der von Hollandes Sozialisten ausgeschlossen worden war.
Hollande auf Seiten Royals
"Nur Mut für Olivier Falorni, der sich als würdig erwiesen hat, der seit so vielen Jahren selbstlos an der Seite der Bürger von La Rochelle kämpft", schrieb Trierweiler. Hollande hatte sich wenige Stunden zuvor in dem Zweikampf auf die Seite Royals gestellt. Sie sei die "einzige Kandidatin", die in dem Wahlkreis seine Unterstützung habe, schrieb der Präsident auf dem offiziellen Wahlwerbezettel der Mutter seiner vier Kinder.
Royal, die eigentlich Parlamentspräsidentin werden will, muss um ihren Sitz in La Rochelle bangen. Die erste Runde gewann die 58-Jährige mit nur drei Prozentpunkten Vorsprung vor Falorni. Örtliche Vertreter der konservativen UMP, deren Kandidatin ausschied, stellten sich bereits hinter den früheren Sozialisten. Falorni wirft Royal vor, sie nutze La Rochelle bloß als Sprungbrett, während er dort seit Jahren präsent sei.
Kommentare
Zweite Wahl ? ....da bleibt nur zu hoffen, dass Hollande mit seiner zweiten Wahl eine solche nicht sprichwörtlich getroffen hat .....