Hoffmann nach Razzia bei Langläufern:
"Ich habe nichts Verbotenes genommen"

Olympiasieger zu Doping-Razzia: "Eine Sauerei" 50 km Langlauf: 31-Jähriger nicht ganz optimistisch

Olympiasieger Christian Hoffmann hat am Montag in einem Telefon-Interview mit dem ORF Fernsehen zu den aktuellen Vorkommnissen im nordischen ÖSV-Lager bei den XX. Olympischen Winterspielen in Turin Stellung genommen sowie eine Aussicht auf den 50-km-Bewerb der Langläufer am Sonntag gegeben. Dabei wies der Langläufer u.a. diverse Doping-Verdächtigungen gegen seine Person zurück.

"Ich habe nichts Verbotenes gemacht oder genommen. Dazu stehe ich einfach", sagte der Oberösterreicher und erklärte, dass es in punkto Kontrollen keinen Unterschied macht, ob man jetzt in Turin ist oder nicht. "Ich bin jederzeit für eine Kontrolle bereit, habe nichts zu verbergen." Hoffmann merkte an, dass er in jüngster Zeit zweimal getestet wurde, zuletzt vor rund fünf Tagen.

Razzia in Italien war "eine Sauerei"
"Die Tests waren alle negativ, was soll ich mehr machen." Von den Geschehnissen rund um die Doping-Razzia im österreichischen Lager zeigte sich der 31-Jährige erbost: "Ich habe das nur über Fernsehen und Radio mitbekommen. Aber es war eine Sauerei, dass man die Leute vor dem Rennen bis mitten in die Nacht aufhält und behandelt wie Verbrecher."

Der Athlet von der SU Böhmerwald räumte aber ein, dass Doping bekämpft gehört. "Die Kontrollen und Vorgehensweisen sind immer strenger geworden. Es gibt fast keine Möglichkeit, dass man nicht erwischt wird. Es gibt ständig Kontrollen. Und jeder, der sich nicht an die Regeln hält, gehört sanktioniert."

Hoffmann: Mayer-Auftritt "keine gute Idee"
Und zu Walter Mayer: "Er war als Tourist unten, das darf er. Nur war es keine gute Idee, dort aufzutauchen und von IOC-Leuten gesehen zu werden." Hoffmann erklärte, dass man sich von dieser Aktion trennen müsse und meinte zu seinem ehemaligen Coach: "Er ist ein bisschen ein Lebemann." Ansonsten wollte Hoffmann das Geschehene nicht kommentieren. "Ich habe keinen Kontakt mit da unten, habe nur kurz mit Gandi (Anm.: Markus Gandler) geredet."

Hinsichtlich seiner Teilnahme am 50-km-Langlauf (Skating) am Sonntag war der HSZ-Soldat nicht ganz optimistisch: "Einerseits soll ich mich gut vorbereiten und endlich wieder fit werden. Andererseits ist die ganze Sache sicher nicht hilfreich für meine Genesung." (apa/red)