Hitzewelle im Süden der USA: Heftige Buschbrände fordern vier Todesopfer

Bewohner von Oklahoma City zum Teil evakuiert Buschbrände: Lage in Australien hat sich gebessert

Bei Wald- und Buschbränden im Südwesten der USA sind vier Menschen getötet worden. Die 500.000-Einwohner-Stadt Oklahoma City mussten teilweise evakuiert, wie der Rundfunk am Sonntag (Ortszeit) berichtete. Der Gouverneur des Bundesstaates Oklahoma, Brad Henry, warnte vor "extrem gefährlichen" Wetterbedingungen, die die Feuer in den kommenden Tagen noch anfachen könnten. In Australien sorgten Regenfälle und leichte Abkühlung für eine Entspannung der Lage. Es stünden zwar weiterhin tausende Hektar Land in Flammen, sagte der Feuerwehrchef von New South Wales, Phil Koperberg. Wohngebiete seien vorläufig aber nicht mehr gefährdet.

In den US-Bundesstaaten Texas und Oklahoma mussten zahlreiche Menschen vor den Bränden fliehen. Allein in Oklahoma tobten nach Behördenangaben seit Mitte vergangener Woche rund zwei Dutzend Feuer. Henry sagte dem US-Nachrichtensender CNN, er habe US-Präsident George W. Bush gebeten, seinen Staat zum Notstandsgebiet zu erklären und Bundesmittel zur Verfügung zu stellen. Die Wettervorhersagen seien äußerst ungünstig. "Wir sind dem Wetter buchstäblich ausgeliefert."

Schon am Sonntag hatten hohe Temperaturen und starke Windböen die Brände weiter angefacht und zahlreiche Anrainer nordöstlich von Oklahoma City zur Flucht gezwungen. Eine 68-jährige Frau kam in den Flammen ums Leben. Mehrere hundert Feuerwehrleute und Freiwillige waren im Einsatz. Aus den Bundesstaaten North Carolina, Alabama, Tennessee und Florida wurden zusätzliche Kräfte zusammengezogen. In Texas starben drei Menschen. Im Norden des Bundesstaates waren rund 200 Haushalte gefährdet, wie CNN berichtete. Die Behörden versuchten, die Menschen zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen, weil die Hitze und die starke Trockenheit "unsere Mittel erschöpfen", wie ein Regierungssprecher sagte.

Entspannung in Australien
In Australien gab die Feuerwehr für Sydney und die umliegenden Gebiete vorerst Entwarnung. Bis zum Wochenende würden die Rekordtemperaturen der vergangenen Tage voraussichtlich nicht mehr erreicht, sagte der Feuerwehrsprecher weiter. Allerdings stünden noch immer tausende Hektar Land in Flammen. Die Löscharbeiten würden rund vier Tage dauern. Am Neujahrstag waren mindestens 15 Häuser an der Ostküste Australiens zerstört worden. Tausende Zuchttiere kamen auf den Bauernhöfen in den Flammen ums Leben. Ein Rettungshelfer starb während eines Brandeinsatzes an einem Herzinfarkt, ein Feuerwehrmann wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Laut staatlichem Wetterdienst könnte das vergangene Jahr das heißeste in der australischen Geschichte seit Aufzeichnungsbeginn der Wetterdaten werden. Sydney erlebte mit 45 Grad den heißesten Neujahrstag seiner Geschichte. In Melbourne ging dieser Dezember mit Rekordtemperaturen von 42,9 Grad zu Silvester als der wärmste Dezembermonat seiner Geschichte ein. Bisher lag der Silvester-Rekord bei 41,7 Grad, die 1862 gemessen wurden.

(apa)