Hintergrund-Info: 1946 gegründete Axel Springer AG größter Zeitungsverlag Europas

Gehören mehr als 150 Zeitungen in 27 Ländern

Europas größter Zeitungsverlag feiert 2006 sein 60. Jubiläum. Axel Springer hatte den gleichnamigen Verlag 1946 gegründet und zu einer Erfolgsgeschichte gemacht. Heute gehören mehr als 150 Zeitungen und Zeitschriften in 27 Ländern zu dem Konzern, darunter bekannte Titel wie "Bild", "Die Welt", "Hamburger Abendblatt", "Hörzu" oder "Bild der Frau". Auch in Frankreich, Spanien, Polen und Russland ist der Konzern präsent, sein China-Geschäft befindet sich im Aufbau.

Mehrheitsaktionärin ist die Witwe des Gründers, Friede Springer. Der Verlag, der rund 10.700 Mitarbeiter beschäftigt, erreichte 2004 das beste Ergebnis seiner Geschichte. Bei 2,4 Mrd. Euro Umsatz stieg der Gewinn von 215 auf 336 Mio. Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Für 2005 erwartet Springer noch einmal deutlich höhere Gewinne als 2004, wie das Unternehmen bei der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen mitteilte.

Springers Kerngeschäft sind die Druckmedien. Daneben ist der Konzern auch bei privaten Radiosendern und im Fernsehgeschäft aktiv. Bei der Gründung des ersten privaten Fernsehsenders 1984 gehörte Springer zu den Juniorpartnern. Nach der Pleite von Leo Kirchs Medienimperium 2002 hatte Springer gemeinsam mit dem Heinrich-Bauer-Verlag ProSiebensat.1 kaufen wollen, war aber von dem US-Investor Haim Saban übertrumpft worden und behielt nur seine Zwölf-Prozent-Beteiligung an der Sendergruppe. 2005 schließlich kaufte Springer Saban die TV-Kette für knapp drei Mrd. Euro ab.

(apa/red)