Hillary Clinton: Kurs aufs Weiße Haus

Hillary Clinton: Kurs aufs Weiße Haus

Die Star-Senatorin eröffnet mit harten Attacken gegen Präsident George W. Bush das Rennen um seine Nachfolge. Sind die USA schon reif für eine Präsidentin?

Dieser Alptraum muss beendet werden.“ Hillary Rodham Clinton, New-York-Senatorin, Ex-First-Lady und wohl berühmteste Politfrau des Erdballs, lässt derzeit keine Gelegenheit aus, US-Präsident George W. Bush scharf zu attackieren. Zu Wochenbeginn kämpfte sich ihre Wagenkolonne frühmorgens im dichten Schneetreiben zu einer Apotheke im Nest Williamsville durch, tief in der Provinz im Norden New Yorks. Dort machte „Hillary“, wie sie allerorten genannt wird, frustrierten Patienten Mut, die durch Bushs chaotische Reform der Armenkrankenkasse „Medicaid“ seit Jahresbeginn vor kafkaesken Bürokratiehürden zum Erhalt lebenswich-tiger Medikamente stehen. Das peinliche Versagen bei dem von Bush einst als Highlight seiner Präsidentschaft umjubelten Reformprojekt zur Verbilligung von Arzneimitteln passt perfekt in Hillarys Argumentation: Bush und Co werden als „völlig unfähig“ (Hillary) gebrandmarkt – und die Wähler dadurch vor allem an das Fiasko nach Hurrikan Katrina in New Orleans erinnert.

Bush: „Rede an die Nation“. Während der US-Präsident kommenden Dienstag mit seiner jährlichen „State of the Union“-Rede versucht, nach seinem „annus horribilis“ (Irakkriegsproteste, Monsterhurrikans und Korruptionsskandale in der Nähe seines White House) wieder Boden gutzumachen, scheint Hillary bereits den Kampf um seine Nachfolge 2008 eröffnet zu haben: Als „schlimmsten Präsidenten“ der US-Geschichte kanzelte sie kürzlich den bei 40 Prozent Popularität herumdümpelnden Texaner ab, den von Republikanern beherrschten Kongress verglich sie gar mit einer Plantage aus der Sklavenzeit. Kaum jemand zweifelt mehr daran, dass Hillarys schon bisher spektakuläre Karriere vor ihrem Höhe-punkt steht: Einst von Konservativen als „liberale Hexe“ beschimpft, dann nach Bills Oralsex-Eskapaden als betrogene Gattin bemitleidet, schließlich mit überwältigender Mehrheit zur Senatorin von New York gewählt, wittert sie jetzt gute Chancen, als erste Mrs. President US-Geschichte zu schreiben.

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