Herberstein: Der Kripo-Bericht

Herberstein: Der Kripo-Bericht

Ein Kripobericht an die Staatsanwaltschaft zeigt, wie das System Herberstein funktionierte. Auch die Rolle von Starbariton Thomas Hampson ist Gegenstand der Untersuchung.

Freitag, der 13. Jänner, war für Peter Gruber tatsächlich kein Glückstag. Mit diesem Datum gab Horst Kleindienst vom Landeskriminalamt Steiermark seinen Zwischenbericht zum Fall Herberstein beim Grazer Landesgericht ab. Für den ersten Staatsanwalt des Hauses war das Wochenende damit gelaufen. Denn während sich der Kripobeamte gleich danach in den Urlaub absetzte, war der Akt auf Grubers Schreibtisch mit einem Schlag um weitere 500 Seiten angewachsen.

Mit einem Urteil ist in dem Fall aber noch lange nicht zu rechnen. Der Affäre rund um Schloss und Tierpark wird, so viel ist bereits klar, ein langwieriges Gerichtsverfahren folgen. Von Herberstein wurden angeblich bereits 400.000 Euro Kaution hinterlegt. Denn die Vorwürfe, die sich in erster Linie gegen Andrea Herberstein, ihren Lebensgefährten, Starbariton Thomas Hampson, und einen Exmitarbeiter richten, sind zahlreich und betreffen unterschiedliche Delikte. Grundsätzlich gilt aber die Unschuldsvermutung.

Liste der Verdachtsmomente. Der FORMAT vorliegende Bericht gibt erstmals einen Überblick über die tatsächlichen Verdachtsmomente, die durch Zeugenaussagen und Dokumente untermauert werden. Neben diesem Strafverfahren, bei dem es primär um Untreue, schweren Betrug und Förderungsmissbrauch geht, wird in der Causa auch wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Wobei hier frühestens in fünf Wochen mit einem Schlussbericht zu rechnen ist, da sich die zuständigen Fahnder durch einen Wust an Unterlagen wühlen müssen, die bei fünf Hausdurchsuchungen in Graz, Wien und auf Schloss Herberstein beschlagnahmt wurden. Doch auch im Finanzstrafverfahren beginnt sich der Nebel zu lichten.

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