Helmut Berger von

Dschungelstar zu Gast bei Mörtel

Schlecht geplantes Valentinstagsspektakel – Schauspieler bekam Zahnaufhellung

Lugner und Berger in der Lugnercity © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Mehrere Dutzend Rosen, einen ehemaligen Schauspielstar und Ex-Dschungelbewohner und einen PR-versierten Baumeister: Mehr brauchte es am Samstagnachmittag in der Lugner City nicht, um den Valentinstag gebührend zu zelebrieren. In einer Traube von Journalisten und Schaulustigen kam Helmut Berger – wenn auch ein wenig zu spät –, verteilte Rosen und erfreute so somit vor allem die Herzen älterer Damen. Denn für die ist der Schauspieler „immer noch der schönste Mann der Welt!“

Zeit zum Schwärmen von „tollen Aufnahmen“ und „großartigen Filmen“ blieb den Fans der ersten Stunde vor allem beim Warten auf der Gürtelbrücke des Einkaufzentrum in Rudolfsheim-Fünfhaus. Logistisch denkbar ungünstig gruppierten die Sicherheitsleute Journalisten und Autogrammjäger gerade im engsten Teil des Hauses. Die große Rangelei blieb deshalb nicht aus – Helmut Berger schwebte mit Sonnenbrille und umringt von Bodyguards erst einmal an allen vorbei. „Ich fühle mich wie der Rosenkavalier“, so der soeben aus dem RTL-„Dschungelcamp“ Zurückgekehrte.

Zumindest die Verköstigung dürfte bei Richard Lugner besser sein. Der Baumeister spendierte seinem Gast nicht nur Essen, auch ein kostenloses Zahnaufhellen. „Für das Hollywoodlächeln“, wie Lugner im Gespräch mit der APA betonte. Denn das Ziel war klar: „Endlich einmal einen schönen Mann in die Lugner City bringen.“ Warum es Berger nicht auch in Lugners Loge am Opernball geschafft hat? „Weil er ein gefährlicher Typ ist, mit dem habe ich mit nicht in die Oper getraut, wer weiß, was ihm eingefallen wäre. Hier ist Polizei und Security, da haben wir ihn im Griff“, erklärte Lugner.

„Der schönste Mann der Welt“

Für weniger Begeisterung sorgte der Auftritt des Schauspielers bei der Jugend, die sich für den samstäglichen Einkaufsbummel am wartenden deutsch-österreichischen Medienspalier vorbeidrängeln musste. „Ich hab’ immer noch keine Ahnung, wer dieser Helmut Berger ist“ und „Für was stellt ihr euch da eigentlich an?“ lautete der allgemeine Tenor.

„Ich bin immer schon ein großer Fan“, lautete dagegen das Bekenntnis nicht nur einer der wartenden Frauen um die sechzig. Diese Treue wurde dann auch auf eine harte Probe gestellt – in einer drängelnden Masse bewegte sich der Berger-Tross durch das Einkaufszentrum. Rosen gab es am ehesten noch von Lugner selbst, der sich nicht nur als geübter Blumenverteiler erwies, sondern auch ab und zu ganze Sträuße in die bedrohlich näher rückende Menge warf. Dieses Chaos sorgte dann selbst bei einigen der hartgesottenen Fans für Unmut: „Der Berger ist auch nicht mehr das, was er mal war!“ Dennoch: In der zurückgelassenen Spur von Rosenblättern und erschöpften Fotografen fand sich immer wieder die eine oder andere selig lächelnde ältere Dame - oder junger Mann - mit Rose in der Hand. Irgendwie eben doch immer noch „der schönste Mann der Welt“.

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