Geht es nach EU-Kommissarin Reding und Österreichs Frauenministerin Heinisch-Hosek, soll künftig eine verpflichtende Frauenquote den weiblichen Anteil in Führungspositionen erhöhen. Reding kündigte für Herbst einen Gesetzesentwurf für eine europaweite Quote in den Vorständen börsenotierter Unternehmen an. Langfristig will Heinisch-Hosek dieses Ziel hierzulande für alle Unternehmen erreichen.
Mit der freiwilligen Selbstverpflichtung für staatsnahe Betriebe sei in Österreich der erste Schritt gesetzt worden, sagte Heinisch-Hosek im Interview mit der APA, aber: "Ich hätte natürlich gerne eine Quote für alle, auch in der Privatwirtschaft, weil ich glaube, dass eine Quote Tempo macht." Kommt die Verpflichtung auf EU-Ebene, "wäre das Wasser auf den Mühlen", zeigte sie sich erfreut. Gespräche hierzu führe sie seit ihrem Amtsantritt: "Es passieren ja Schritte", verweist sie auf die staatsnahen Unternehmen. Ein höherer Frauenanteil in den Chefetagen "wäre gut" für die Wirtschaft: "Derzeit lassen die Betriebe sehr viel Potenzial liegen."
Keine Rolle spielen werden bei dieser Novelle die seit dem Vorjahr ebenfalls verpflichtenden Einkommensberichte für mehr Gehältertransparenz. Hier wurde eine Evaluierung für 2014 ausgemacht, über etwaige Änderungen oder teils geforderte Sanktionen möchte sie erst dann nachdenken. Grundsätzlich werden die im Vorjahr beschlossenen Einkommensberichte gut aufgenommen, so die Ministerin.
Ein neues Beamtendienstrecht kommt in dieser Legislaturperiode nicht mehr zustande. "Nein, das geht sich sicher nicht aus", verweist Heinisch-Hosek, die als Ministerin auch für den öffentlichen Dienst zuständig ist, auf den Stabilitätspakt, der bis 2016 ein Nulldefizit vorsieht. Wie jeden Herbst werde es jedoch eine Dienstrechtsnovelle geben, in der aus ihrer Sicht diesmal das Disziplinarrecht geändert werden soll. Die große Besoldungsreform beginnt aber bei den Lehrern - ein "Riesenprojekt", wie Heinisch-Hosek einräumte.
Mitterlehner gegen Quoten und verpflichtende Förderpläne
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner lehnt die von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek geforderten Frauenquoten und gesetzlich verpflichtende Förderpläne für die Privatwirtschaft ab. "Die Unternehmen sind mit privatem Geld aufgebaut worden, tragen das volle Risiko und müssen daher weiterhin die Freiheit haben, sich ihr Personal selbst auszusuchen. Markteingriffe durch Quoten und Förderpläne, die noch dazu den bürokratischen Aufwand erhöhen, lehnen wir daher ab", sagte Mitterlehner am Sonntag in einer Aussendung. Er hält es auch für kontraproduktiv, die Betriebe in einer schwierigen Konjunkturlage laufend mit zusätzlichen Forderungen zu verunsichern, bevor das erst im Vorjahr lancierte Gleichbehandlungspaket seine volle Wirkung entfaltet habe.
Kommentare
VORSICHT vor Frauen-Quote mit ALLER GEWALT.... Ich als Frau fühle mich von einem KOMPETENTEN MANN genausogut beraten/vertreten oder weiß der Teufel was.
Ich als Frau bin aber DAGEGEN diese sogenannte "Frauen-Quote" mit ALLER Gewalt durchdrücken zu wollen nur das "die G´schicht a Mascherl hat" - man sieht ja, was VIELE Frauchen in der Politik bis (sich) geleistet haben (z.B. u.a. Bundeshymne, Parkpickerl usw.) - und die ausschlaggebende und WICHTIGSTE Voraussetzung zu den jeweiligen Ämtern - DIE KOMPETENZ (nicht die Tochter oder sonstige Verwandte von irgendwem) - wie IMMER auf der STRECKE bleibt!!
Dort wo Rot-Grün eine satte Mehrheit haben, können sie die Frauenquote sofort einführen.
Die Grüne Verkehrsstadträtin in Wien hat einen Radfahrbeauftragten und keine -beauftragte erschaffen!
Ach ja, endlich geht man von diesem völlig sinnlosen Kompetenzprinzip ab... ... und befreit sich von dem Wahn,dass Führungspositionen was mit Fähigkeiten zu tun haben müssten,dieser Kretinismus von Bildung und Intelligenz muss endlich ein Ende haben, Geschlechtszugehörigkeit, das ist die neue Religion.Jetzt nur noch dazusehen,dass es auch nach Haarfarben gerecht verteilt ist und die, die Hühneraugen haben berücksichtigt werden,das Paradies ist nahe! * Ironie aus*
Ganz ehrlich, persönlich ist es mir vollkommen gleichgültig, ob eine Frau oder ein Mann Entscheidungsträger ist, solange die Auswahl nach Qualifikation und nicht nach Quote passiert. Und wenn die Vorstandsetagen dann durchwegs mit Frauen besetzt sind, ist\'s auch gut, aber in den Gesang " Ich werde Direktor, weil ich kein Zumpferl hab" werde ich nicht miteinstimmen, denn Quotentussis brauch ich nicht.
Es ist Zeit daß neu gewählt wird! Die Wähler müssen ganz einfach diese ganze Regierung zum Teufel jagen!
Re: Es ist Zeit Was soll sich ändern?
Seit 1945 wählen wir immer wieder SPÖ+ÖVP, egal wie hoch sie uns noch abzocken, egal wie oft sie uns noch verarsch...
Da kann sogar der Putin noch einiges lernen!
Putin+Medwedew oder Medwedew+Putin gibt es erst seit wenigen Jahren.