Harley Davidson von

Ein Traum aus Chrom und Stahl

Kultschmiede aus Milwaukee bringt auch heuer wieder einige sehenswerte Updates

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    Im Jahr 1903 starten William S. Harley und Arthur Davidson die Produktion der aller ersten Harley Davidson der Geschichte.

Was bewegt den versierten Motorradfahrer zum Kauf einer Harley Davidson? Hohe Kosten für Teile und Reparaturen oder der schlechte Ruf diverser gewalttätiger Motorradclubs wohl kaum. Es ist der Traum an einem lauen Sommerspätnachmittag auf einer menschenleeren Landstraße mit langgezogenen Kurven in den Sonnenuntergang zu fahren und dabei jede Umdrehung des Motors zu spüren.

Seit 1903 lässt die Kultschmiede Harley Davidson mit dem Sitz in Milwaukee USA die Herzen der Motorradfahrer auf der ganzen Welt höher schlagen. Betrachte man die Geschichte hinter der knapp 5,6 Milliarden schweren Firma, so ist die Weiterentwicklung und gleichzeitige Treue zur Tradition nicht nur das Erfolgsrezept eines Konzerns geworden sondern auch immer mehr zur Lebenseinstellung vieler begeisterte Biker.

Mit dem V-Motor in die Zukunft
Damals wie heute setzt Harley zu hundert Prozent auf in 45° angeordnete zwei Zylinder Motoren. Wer jetzt glaubt, dass man damit nur einen guten Sound und die nötige Minimalperformance für die gediegene Sonntagsausfahrt auf gerader Strecke erreicht, irrt gewaltig.
Im Jahr 2008 stellt Harley seine erste Motocross bzw. Dirt-Bike-Interpretation dem europäischen Markt vor und erobert sich einen riesigen Kundenstock. Schon ein Jahr später tritt Kain Soul, ein in der Szene bekannter Stuntfahrer, bei einem Event mit einer Harley Davidson an und begeisterte die Menge.

Neue Modelle mit Facelift
Nach diesem Geschichtsexkurs widmen wir uns wieder der Zukunft und werfen einen Blick auf den "Newcomer" sowie den verbesserten alt bewährten Klassikern. Frei nach dem Motto "Back to the Seventies" zeigt sich die neue "Seventy-Two" im radikalen Chopper-Design mit kleinem acht Liter fassenden Peanut Tank, langer Gabel sowie Speichenräder und erinnert ein wenig an den Film Easy-Riders. Trotz aller Liebe zum Retrodesign wird jedoch weder auf Sicherheit noch auf technische Gustostücke verzichtet. Sich automatisch aktivierende Wegfahrsperre, voll automatische Alarmanlage und ABS inklusive.

"Softtail-Slim" als perfekte Mischung
Wer´s dann doch auch vom Design ein wenig schwärzer ohne viel Schnickschnack möchte kann ab sofort auch mit der neuen "Softail-Slim" liebäugeln. Sie bietet den perfekten Kompromiss zwischen Kraft und Komfort. Ein gekürztes und schmaler gestaltetes Heck lassen das Bike und seinen riesigen Tank mächtiger wirken als alles je zuvor. Das Besondere an diesem Bike jedoch ist die Tatsache, dass es auf den ersten Blick so wirkt, als stünde man einer Starrrahmenkonstruktion gegenüber. Der damals standartmäßig ausgelieferte ungefederte Bandscheibenschreck findet aufgrund seiner Optik jedoch auch heute noch Abnehmer. So schaffte man es bei Harley Davidson unter irrsinnigen Aufwand die Optik gleichbleibend zu behalten, die Dämpfer zu verstecken und dem Fahrer das Gefühl zu geben wie auf Wolken dahinzugleiten.

Preispolitik als einzige Abschreckung
Einzig und allein die Preise für eine neue Harley Davidson sind nahezu gleichgeblieben und schrecken viele Käufer ab. Besagte "Seventy-Two" ist ab 12.995€ und die "Softtail-Slim" ab 22.295€ beim österreichischen Harley-Händler zu erstehen. Dass Harleys teuer sind ist allseits bekannt. Zumindest kann man aus der heutigen Sicht sagen, dass man aufgrund aufwendig verarbeiteter Technik und Finessen nicht mehr nur für den Namen zahlt.

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