Hannes Kartnig von

Foda: "Kartnig-Urteil überzogen"

Sturm-Trainer meldet sich zu Causa zu Wort: "Damals saßen viele im Glashaus"

Hannes Kartnig - Foda: "Kartnig-Urteil überzogen" © Bild: APA/OCZERET

Nun hat sich auch Sturm-Graz-Trainer Franco Foda erstmals zum Urteil gegen den ehemaligen Clubpräsidenten Hannes Kartnig und mehrere Mitangeklagte zu Wort gemeldet. Foda hält das Urteil für überzogen: "In dieser Zeit, vor zehn Jahren, saßen viele im Glashaus", sagte der Deutsche am Sonntag.

Kartnig war am Freitag in Graz wegen schweren Betrugs, grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und Steuerhinterziehung zu fünf Jahren unbedingter Haft und einer Geldstrafe von 6,637 Millionen Euro verurteilt worden.

"Es war für alle überraschend, dass das Urteil solche Ausmaße angenommen hat", erklärte Foda nach dem 0:0 von Sturm im Bundesliga-Schlager in Salzburg. "Für mich ist das Urteil zu hart und überzogen." Das betreffe nicht nur Kartnig, sondern auch alle anderen Verurteilten. "Wer soll diese Geldstrafen jemals bezahlen? In dieser Zeit, vor zehn Jahren, saßen viele im Glashaus", erinnerte Foda, der bis 2001 als Spieler für Sturm tätig war. "Vielleicht sollte ein Exempel statuiert werden."

Kommentare

Herr Foda, bitte, was soll an diesem Urteil schon falsch sein? Überzogen?niemals Herr Foda, anscheinend wissen sie nicht, wie es bei Gericht zugeht. Da wird sehr wohl auch das Benehmen und das Auftreten in der Vergangenheit jedes Angeklagten herangezogen. Schauen sie doch zum Elsner,wie hat denn der die Bandion-Ortner als Richterin behandelt. Auch deshalb hat er sein hohes Schmalz bekommen.Und so wird es wahrscheinlich beim Kartnig auch gewesen sein. Klar, es sollte nicht das Ansehen der Person bei Gericht ausschlaggebend sein, aber emotional jederzeit. Wer ein Auftreten dieses Herren je erlebt hat wird wissen was ich meine. Möglich, dass er ein grosser Fussballfan war, möglich, dass er viel Geld investiert hat (das nicht ihm gehörte),möglich auch, dass er im Kasino viel verspielt hat, aber sein Auftreten und die Art wie er zu den anderen Menschen war, war unterm Hund.

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