Handy im Urlaub von

Roaming, Notruf & Co.

Handy-Tipps für den Urlaub: Damit erlebt man im Ausland keine bösen Überraschungen

Handy im Urlaub - Roaming, Notruf & Co. © Bild: Thinkstock/Photodisc

Badehose? Check. Sonnencreme? Check. Reiseapotheke? Check. Roamingpakete? Moment...was für Pakete? - Genauso wie aus dem Alltag ist das Handy bzw. Smartphone auch aus dem Urlaub nicht wegzudenken. Sobald man aber das traute Heim zwecks Erholung verlässt, sollte man auch für seinen digitalen Wegbegleiter bestimmte Änderungen beachten und Vorbereitungen treffen. Welche das sind, ist im Folgenden kurz zusammengefasst.

112: Das Handy als Troubleshooter
Der wichtigste Aspekt des Handys im Urlaub ist die Möglichkeit, im Falle eines Falles einen Notruf schnell abzusetzen. Die Euro-Notruf-Nummer 112 sollte eingespeichert werden. Der Euro-Notruf 112 ist kostenlos, funktioniert in allen EU-Ländern, in Island, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, der Schweiz, Serbien und in der Ukraine und kann auch ohne Vertrag oder Guthaben genutzt werden.

Neue Roaming-Tarife
Ab Juli 2012 gelten neue, einheitliche Tarife in der EU: Anrufe im EU-Ausland in andere Länder der EU kosten maximal 35 Cent pro Minute. Die Kosten für ankommende Anrufe betragen 10 Cent. SMS versenden kostet maximal 10 Cent, der Empfang ist kostenlos. Auch Datenroaming ist günstiger geworden: Pro Megabyte werden maximal 83 Cent verrechnet. Wenn gesamt EUR 60,- für Datenroaming in der EU erreicht werden, wird die Datenverbindung automatisch unterbrochen. Ein Überschreiten dieses Betrages ist nur nach aktiver Bestätigung möglich. In jedem Fall sollte man die automatischen Software-Updates von Apps deaktivieren, denn das benötigt meist höheres Datenvolumen.

Roamingpakete nutzen
Alle Mobilfunkbetreiber bieten attraktive Roamingpakete an, die es ermöglichen, zu einem noch günstigeren Fixpreis eine bestimmte Anzahl von Gesprächsminuten und SMS im Ausland ohne weitere Gebühren zu konsumieren. Alle Informationen dazu findet man auf den Internetseiten der Betreiber.

Kinder miteinbeziehen
Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die möglichen Kosten, die entstehen können. Bei großen Down- und Upload-Volumen, etwa von Urlaubsbildern oder -Videos sollten WLAN-Hotspots genutzt werden. Für die beliebten Kurz- und Statusmeldungen in Social Networks eignet sich eines der günstigen Datenroaming-Pakete der Betreiber.

Mobilbox-Falle entschärfen
Bei aktivierter Mobilbox fallen Roaminggebühren an, wenn ein Anrufer zur Box weitergeleitet wird. Deshalb empfiehlt das FMK, die Mobilbox vor dem Urlaub (!) zu deaktivieren. Bei einem nicht angenommen Anruf wird die Rufnummer in der Anrufliste angezeigt. So weiß man zumindest, wer angerufen hat. Seit Juli 2010 ist innerhalb der EU, in Norwegen, Island und Liechtenstein der Empfang von Sprachnachrichten auf die Mailbox gratis. Nur für das Abhören von Nachrichten sowie Rufumleitungen auf andere Nummern entstehen Roaming-Gebühren. Außerhalb dieser Länder ist der Empfang von Nachrichten auf die Mailbox allerdings kostenpflichtig.

Vorsicht bei E-Mail Push & Pull
Wer über keines der attraktiven Datenroaming-Pakte verfügt, sollte diese Funktion nur aktivieren, wenn es notwendig ist. Das verbrauchte Datenvolumen hängt von der Größe der Mails ab, die erst nach Empfang kontrolliert werden kann.

Internationale Vorwahlen einspeichern
Gespeicherte Rufnummern funktionieren im Ausland nur im internationalen Format: aus beispielsweise 01(.....) wird +431(.....).

Wenn das Handy auch baden geht...
Wird das Handy nass, muss sofort der Akku entfernt werden. Anderenfalls droht ein Kurzschluss. Danach lässt man das Mobiltelefon am besten an der Luft trocknen. Bitte nicht den Fön zum Trocknen verwenden, denn Hitze tut den Handys nicht gut. Ein altes Hausmittel: Feuchte Handys am besten in ein mit Reis gefülltes Glas geben - der Reis saugt die Feuchtigkeit auf.

Auch ein Sonnenbad schadet dem Handy. Das kann die Flüssigkristalle in der Anzeige beschädigen und zu Fehlfunktionen führen. Ebenso entlädt Hitze den Akku schneller und verkürzt die Lebenszeit des Geräts.

Sand in Sicht?
Sand kann dem Mobiltelefon ebenfalls schaden, wenn er sich in der Tastatur und den Steckverbindungen festsetzt. Hier hilft nur die Reinigung mit einem sehr feinen Pinsel. Wer am Strand nicht aufs Handy verzichten will, kann es in einer wasserdichten Box (erhältlich in jedem Sportgeschäft) aufbewahren, dann ist es optimal vor Nässe und Sand geschützt.

Achtung bei Handydiebstahl
Aktivieren Sie die Handysperre mittels PIN-Code, um unberechtigte Nutzung zu verhindern. Sollte Ihr Handy abhanden kommen, lassen Sie die SIM-Karte so schnell wie möglich sperren. Die Rufnummer des Kundenservice des Betreibers und, falls nötig, das Kundenkennwort, sollten Sie natürlich nicht nur im Handy speichern, das bringt wenig, wenn es verloren gegangen ist. Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls wird Ihnen von der Hotline geholfen, die Ihnen alle notwendigen Schritte erklärt. Gegen Vorlage der Diebstahls- oder Verlustbestätigung erhält man bei seinem Betreiber eine Ersatz-SIM-Karte.

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