Gute Nachrichten von der US-Wirtschaft: Ende des Jahres 2005 weiter gewachsen

Hohe Energiepreise bereiten aber weiter Sorgen

Die US-Wirtschaft ist der Notenbank Federal Reserve zufolge in den letzten Wochen des Jahres 2005 weiter gewachsen. Sorge bereiteten vielen Unternehmen in einigen Gegenden aber die weiter hohen Energiepreise. In einigen Distrikten milderten sich die Energiepreise allerdings etwas ab, berichtete die Fed in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book" am Mittwoch.

Zum Teil sei der Rückgang bei den Preisen in Verbindung mit einem Nachlassen des Inflationsdrucks insgesamt festzustellen gewesen. In neun Distrikten gab es den Angaben nach einen Anstieg bei einem Teil der Erzeugerpreise, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe.

Die meisten Distrikte berichteten zudem von einer leichten Erholung am Arbeitsmarkt. Den Bericht erstellt hatte dieses Mal die Fed des Bezirks Cleveland auf Basis von Daten per 9. Jänner. Marktteilnehmer hatten mit Spannung auf den Bericht gewartet, von dem sie sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA erhofften. Die Fed wird am 31. Jänner wieder über die Zinsen entscheiden. Es wird weitgehend erwartet, dass die wichtigste Notenbank der Welt den US-Leitzins dann zum 14. Mal in Folge erhöhen wird und zwar um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent.

Insgesamt kam die Fed in dem Bericht zu der Einschätzung, dass der Inflationsdruck bei einigen Vorleistungsgütern weiter vorhanden sei, allerdings weniger stark als zuvor. Einzelhandels- und Erzeugerpreise stiegen nur moderat oder stagnierten. Baumaterialien verteuerten sich etwas.

In allen Bezirken kletterten die Einzelhandelsumsätze im Weihnachtsgeschäft. Vor allem bei Geschenk-Karten gab es einen deutlichen Zuwachs, wie aus dem Bericht hervorging. Die meisten Bezirke verzeichneten auch eine robuste oder zumindest moderate Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe.

(apa)