Gusenbauers Bilanz nach 6 Jahren Schwarz-Blau-Orange: Kritik von Koalitionsparteien!

Lopatka von der ÖVP: "Aufgabe für einen Meister" Uwe Scheuch vom BZÖ: "Raunzen, Ideen klauen"

Alfred Gusenbauers im APA-Interview neuerlich geäußertes Ziel der Kanzlerschaft wird von der Koalition nicht goutiert: "Regierungsverantwortung zu übernehmen, ist nichts für einen Lehrling. Das ist eine Aufgabe für einen Meister", meinte VP-Generalsekretär Reinhold Lopatka in einer Aussendung. BZÖ-Bündnissprecher Uwe Scheuch urteilte, Gusenbauer werde auch in Zukunft ein "Möchtegernkanzler" bleiben.

"Bemühte Reden" Gusenbauers von "titanischen Aufgaben" und "Todsünden" in "hohem Soziologen-Deutsch" gingen an den Bedürfnissen der Menschen völlig vorbei, findet Lopatka. Populistisch schlage der SP-Chef einen gefährlichen Europa-Kurs ein, verneine wichtige wirtschaftspolitische Zukunftsentscheidungen, wie den Börsegang der Post und vergreife sich zu oft im Ton: "So jemandem kann die Führung des Landes nicht anvertraut werden."

Die SPÖ habe keine Ziele, Ideen und schon gar keine Visionen, sagte Scheuch: "Das einzige, was sie kann, ist Raunzen, Ideen klauen, die Menschen belasten und Unternehmen in die Pleite führen." Eine neuerliche SPÖ-Kanzlerschaft würde einen "Rückfall in die alten Zeiten der Freunderlwirtschaft, Schuldenmacherei und Belastungspolitik bedeuten, glaubt der Bündnissprecher.

(apa)