Griechenland steuert Medienberichten zufolge auf einen Staatsbankrott zu. Nun will sich EU-Kommissionspräsident Barroso am Donnerstag in Athen mit dem griechischen Ministerpräsident Samaras über die Lage in der EU und in Griechenland beraten. Der griechische Finanzminister Giannis Stournaras trifft ebenfalls in Athen mit Vertretern der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU zusammen.
Die Gruppe hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie im September erneut nach Athen reisen und erst danach ein abschließendes Urteil über die Reformbemühungen des Landes fällen wird. Davor könne keine endgültige Einschätzung zur Lage Griechenlands getroffen werden, sagte EU-Kommissionssprecher Antoine Colombani am Mittwoch in Brüssel.
Suche nach Auswegen
Bis dahin müssten andere Wege gefunden werden, um den Finanzbedarf Griechenlands zu decken. Wie dies geschehen soll, sagte der Sprecher nicht. Die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds war am Dienstag zu einer ersten Prüfung in Athen eingetroffen. Die Experten sollen bis Anfang August dortbleiben, bevor sie dann im September zu einer weiteren Reise aufbrechen.
Bisher deutet alles darauf hin, dass Griechenland die Auflagen seiner Gläubiger verfehlt. Sollte sich dies im Troika-Bericht bestätigen, wäre es fraglich, ob das Land weitere Unterstützung erhält. In dem Fall wäre der Euro-Staat pleite.