Grausamer Fund der US-Zollbehörden: Frau
versteckte menschlichen Kopf im Gepäck

Florida: Haitianerin braucht Kopf für Voodoo-Rituale

Einen erschreckenden Fund haben US-Zollbeamte in einem Flughafen im US-Staat Florida gemacht. Im Gepäck einer aus Haiti eingereisten jungen Frau fanden sie einen menschlichen Kopf. "Er hatte Zähne, Haare und Haut und war ziemlich schmutzig", sagte eine Sprecherin der US-Bundesbehörde für Einwanderung am Freitag (Ortszeit). Die 30-Jährige sei festgenommen worden und müsse sich nun wegen des Vorwurfs verantworten, "einen menschlichen Kopf nicht auf dem Zollformular deklariert zu haben", teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Miami mit.

Die Haitianerin gab bei einem Verhör an, sie habe das Gruselpaket von einem Mann in ihrer Heimat erhalten; den Kopf wolle sie für Voodoo-Rituale benutzen. Er solle böse Geister fern halten, zitierte der Generalstaatsanwalt die junge Frau, die am Donnerstag von der Stadt Cap Haitien nach Fort Lauderdale geflogen war. Sie wurde noch am Freitag einem Bundesgericht in Fort Lauderdale vorgeführt. Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr bis zu 15 Jahre Haft.

In Haiti ist Voodoo als Religion offiziell anerkannt und den christlichen Konfessionen rechtlich gleichgestellt. Drei Viertel der Bevölkerung des Karibikstaates gelten als Anhänger des Voodoo-Kultes. Im Mittelpunkt steht die Verehrung von Naturgottheiten. Für viele Haitianer ist es kein Widerspruch, gleichzeitig Voodoo-Anhänger und Christ zu sein.
(apa)