Gorbach-Besuch in Serbien: Hochrangige Arbeitsgruppe zu Causa Mobtel vereinbart

Vizekanzler mit Gespräch in Belgrad sehr zufrieden Nemsic: Chancen für Einstieg in Serbien intakt

Vizekanzler Gorbach hat sich "sehr zufrieden" mit dem Gespräch gezeigt, das er Dienstag Abend in Belgrad mit dem serbischen Regierungschef Kostunica und dem Vizeministerpräsidenten Labus in der Causa des serbischen Mobilfunkbetreibers Mobtel geführt hat. Man habe vereinbart, eine hochrangige Arbeitsgruppe einzusetzen, die kurzfristig an einer Lösung arbeiten werde, sagte Gorbach.

"Es wurde gegenseitig auf politischer Ebene vereinbart, eine Lösung zu finden, die nicht nur zur Zufriedenheit der beiden Regierungen, sondern auch der Investoren und der wirtschaftliche Hauptbetroffenen sein soll", präzisierte der Vizekanzler. Auch solle die Lösung "sehr rasch" - bereits in den nächsten Wochen - vorliegen.

Wie die Lösung ausschauen soll, konnten weder Gorbach noch die anderen Gesprächsteilnehmer, Martin Schlaff als Vertreter der österreichischen Mobtel-Investoren sowie Mobilkom-Chef Boris Nemsic, sagen. "Wir haben großes Interesse daran, dass diese Situation möglichst rasch bereinigt wird und zwar so, dass kein Schaden für die österreichischen Investorengruppe entsteht", so Gorbach. Lösung gebe es vorerst noch keine, was aber erfreulich sei, sei die Tatsache, dass sich auch der serbische Ministerpräsident Kostunica dazu bekannt habe, dass es eine Lösung geben müsse und dass kein Schaden für die österreichischen Investoren entstehe dürfe, meinte Schlaff.

Schlaff zufolge soll durch die Lösung auch das ursprüngliche Ziel der österreichischen Investoren gewahrt bleiben. Dieses Ziel sei nach wie vor der Erwerb des staatlichen Anteils an der Mobtel, damit die Telekom Austria (TA)-Tochter Mobilkom möglichst bald den Mobilnetzbetreiber übernehmen könne. Er gehe mit gewissen Optismismus in die Arbeitsgruppe, meinte Schlaff. Für die österreichischen Investoren stünden immerhin 100 Mio. Euro auf dem Spiel.

(apa)