Das Smartphone war gestern - morgen reicht bereits ein Augenglas! Google möchte nicht nur auf dem Table-Sektor Fuß fassen. Der US-Internetkonzern hat nun ein Forschungsprojekt gestartet, das Informationen aller Art in das Sichtfeld einer Brille einblenden will. Mitarbeiter haben das "Project Glass" im Sozialen Netzwerk Google+ erstmals vorgestellt. Die Technologie soll immer dann da sein, wenn man sie braucht, und wieder verschwinden, wenn sie nicht mehr benötigt wird.
Kleine Kameras und Displays bilden bei "Project Glass" (Projekt Brille) die Grundlage. Auf den aktuell veröffentlichten Design-Studien ist ein kleiner Bildschirm im oberen Eck der Brille zu sehen. Laut den "New York Times" soll das System aber in Zukunft für alle Brillen einsetzbar sein.
Ein anonymer Tester hat gegenüber der Zeitung ausgeplaudert: "Die Technik stört einen nicht. Wenn ich ein Foto machen will, muss ich nicht in meine Tasche greifen und mein Handy rausnehmen; ich muss lediglich einen Knopf auf der Brille drücken, das ist alles."
Ein Tag mit "Project Glass"
Google hat neben den Fotos auch ein Video (siehe oben) vorgestellt. Darin läuft eine Person durch eine Stadt und erhält ständig Informationen im oberen Sichtfeld der Brille angezeigt: Termine, Wetterdaten, Chat-Anfragen von Bekannten, deren aktuellen Standort oder Navigationshinweise einer Routenplanung. Auch soll es möglich sein, mit der Brille Fotos aufzunehmen und die gerade aktuelle Sicht mit anderen zu teilen.
Meinungen von künftigen Nutzern
Die technologische Umsetzung des Projekts ist offenbar noch in einem frühen Stadium. Google hat das "Project Glass" aber bereits jetzt präsentiert, im sich Anstöße von Interessenten einzuholen. Damit will das Unternehmen wohl verhindern, dass die
Technologie nicht zum Flop wird.
Es wird sogar bereits mit einem "Projekt Kontaktlinsen" spekuliert.
Wie bei der Benutzung verhindert werden soll, dass es zu Zusammenstößen oder sonstigen Stolperfallen kommt, ist noch unklar. Vor allem wenn man beachtet, dass bereits die Verwendung von Kopfhörern zur Todesfalle auf der Straße werden kann, darf das Thema Sicherheit hier nicht außer Acht gelassen werden.
Weiterführende Links:
"Project Glass" auf Google+
New York Times