Glawischnig & Co. von

Musikalische Unfälle von Politikern

Politiker auf skurrilen musikalischen Wegen - NEWS.AT präsentiert ein "Best of"

Eva Glawischnig ist nicht die erste Politikerin, die auch in der Musik Fuß fassen konnte - oder dies zumindest probiert hat. International gehören singende Politiker ohnehin zum guten Ton und auch die heimische Polit-Prominenz hat schon das eine oder andere Liedchen geträllert. NEWS.AT präsentiert eine Liste denkwürdiger Gesanges-Auftritte von Politikern.

Textlich und in puncto Rap-Talent eher zweifelhaft aber trotzdem nimmer müde immer neue Rap-Nummern beizusteuern, ist HC Strache. Der FPÖ-Chef hat sich musikalisch schon mit der Europäischen Union, dem Thema Zuwanderung, Solidarität und Demokratie uvm. in seiner unnachahmlichen Art, auseinandergesetzt.
HC Strache Rap

Klar, dass da auch ein anderer ehemals blauer, nun oranger Politiker, nämlich Peter Westenthaler, nicht zurückstecken wollte. Gemeinsam mit dem ehemaligen Taxi Orange-Kandidaten Peter „Wazzinger“ Pirchl hat er das Lied „Wir halten ´zam“ aufgenommen. Texprobe gefällig? „Wir halten ´zam – ein Leben lang – Wir halten ganz fest ´zam – Für unser Heimatland“. Klar ist, den Songcontest wird man auch mit diesem Lied eher nicht gewinnen.
Westenthaler Song

Finger weg von meiner Musch
Da dürfen natürlich auch die Grünen nicht schwächeln. Besonders aktiv ist in musikalischen Belangen Peter Pilz, der so sein Leben zu chillen scheint. Hier beispielsweise bei einer Performance in einem Wahlkampf in Oberösterreich.
Peter "Rockstar" Pilz

Die Regierung zeigt sich da weit weniger sangesfreudig. Nennenswert wäre hier nur die ehemalige Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer die 1972 das Lied „Finger weg von meiner Musch!“. Falls Sie sich nun fragen, ob sie sich verlesen haben: nein das ist echt!
Elisabeth Gehrer

Ein musikalisches Vermächtnis hat auch der verstorbene Kärntner Landehauptmann Jörg Haider hinterlassen, der mit einem Kärntner Männerchor das schöne Lied „Pfia Gott, liabe Alm‘“ performte. Auszuschließen ist, dass mit der Alm die Saualm gemeint war.
Pfiat Gott liabe Alm

Die richtigen Töne treffen
Dass man beim Singen durchaus auch einmal die richtigen Töne treffen darf, bewies im März 2012 der Parlamentschor, der gemeinsam mit Ramesh Nair und Uwe Kröger Lieder für ein Benefizkonzert einstudierte.
Parlamentschor

Ebenfalls die Töne trifft der ehemalige italienische und bald vielleicht wieder Premier Silvio Berlusconi. So manch politischer Gegner mag sich dabei denken, hätte er doch besser nie aufgehört, auf Kreuzfahrtschiffen zu singen und Klavier zu spielen. Denn mit diesen Tätigkeiten verdiente der junge Silvio sein erstes Geld.
Silvio singt

Marmor, Stein und Eisen
Davon, dass man nahezu überall singen kann, weiß am besten Hugo Chavez zu berichten. Hatte dieser doch die Chuzpe in der UN-Vollversammlung ein fröhliches Liedchen anzustimmen. Der venezolanische Präsident ist dem Gesang aber überhaupt sehr zugetan. In seiner Sendung „Alo Presidente“ in der er die Venezolaner oft stundenlang mit seinen Weisheiten „beglückt“, singt er auch immer wieder gerne Lieder.
Hugo Chavez

Dass Angela Merkel singt hätten ihr hingegen wohl nur die wenigsten zugetraut. Zugegeben die Aufnahme ist schon älter, aber Angela Merkel - am Leierkasten „Marmor Stein und Eisen bricht“ singend - ist ein wahres Erlebnis und die Kanzlerin weiß, obwohl sichtlich peinlich berührt, mit ihrer Stimme zu überzeugen.
Angela Merkel

Noch weniger hätten wohl den russischen Präsidenten Putin im Verdacht gehabt, sich öffentlich musikalisch lächerlich zu machen. Dennoch gibt es ein Video, das Putin in seiner bekannt emotionalen Art beim Performen des Liedes „Blueberry Hill“ bei einer Benefizveranstaltung zeigt.
Vladimir Putin "Blueberry Hills"

Manchmal sollte man es besser lassen
Nicht singen dafür hervorragend Saxophonspielen konnte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, den man hier beispielsweise bei einem sehr beeindruckenden Auftritt beobachten kann. Für die meisten Politiker gilt aber jedenfalls, dass sie wohl besser bei ihren Leisten bleiben und die Finger von der Musik lassen sollten.
Bill Clinton

Aber auch wenn man selbst nicht singt sondern sich auf professionelle Hilfe verlässt, sollte man genau darauf achten, mit wem man sich da einlässt. Eine der peinlichsten musikalischen Aufnahmen aller Zeiten ist wohl der „Christine Marek Song“ aus der Kategorie „Trash-Reggae“, der einst für die ehemalige Staatssekretärin produziert wurde.
Christine Marek Song