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Gewaltvideo - U-Haft für 15-jähriges Mädchen verlängert

Wegen Tatbegehungsgefahr - Auch 21 Jahre alter Bursch bleibt vorerst weitere vier Wochen inhaftiert

Das Wiener Landesgericht für Strafsachen hat am Mittwoch die über eine 15-Jährige verhängte U-Haft verlängert, die am 9. November bei einer Prügelattacke in Wien-Donaustadt auf eine Gleichaltrige losgegangen war. Ein ebenfalls involvierter, massiv vorbestrafter 21-jähriger Bursch, der dem Opfer einen Kieferbruch zugefügt haben soll, bleibt ebenfalls für vorerst weitere vier Wochen inhaftiert.

Wie Gerichtssprecherin Christina Salzborn auf APA-Anfrage mitteilte, wird bei beiden Verdächtigen weiterhin Tatbegehungsgefahr als Haftgrund angenommen. Bei dem Mädchen wurde vorläufige Bewährungshilfe angeordnet. Die Gewalttätigkeiten, die die betroffene 15-Jährige ohne Gegenwehr über sich ergehen ließ, wurden mit einem Smartphone aufgezeichnet und ins Internet gestellt. Das Gewaltvideo verbreitete sich in rasender Geschwindigkeit über die sozialen Netzwerke.

Die Verdächtige soll bereits am 3. November eine ähnliche Tat begangen haben. In einem Jugendzentrum im Bezirk Tulln wurde ein Mädchen niedergeschlagen und mit dem Umbringen bedroht. Ein Sozialarbeiter verständigte die Polizei. Außerdem wird die 15-Jährige mit einem Gewaltakt in Wien-Floridsdorf in Verbindung gebracht. Sie soll am 10. November auf einem Spielplatz mit mehreren Mittätern eine 14-Jährige verprügelt und auch davon ein Gewaltvideo angefertigt haben.

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