Gewaltspirale im Irak dreht sich weiter: Neuerliche mindestens 18 Menschen getötet

Leibwächter getötet und einen Ingenieur entführt

Im Irak dreht sich die Gewaltspirale weiter und hat mindestens 18 Menschenleben gefordert. In der Hauptstadt Bagdad hat eine Gruppe von Bewaffneten zehn Leibwächter getötet und einen Ingenieur aus Malawi entführt, wie irakische Medien berichteten. Im Norden Bagdads töteten Extremisten am Mittwoch mindestens fünf irakische Polizisten.

Die getöteten Leibwächter arbeiteten für die Mobiltelefon-Firma "Iraqna". Nach Informationen des TV-Nachrichtensenders Al-Arabiya entführten die Bewaffneten einen Ingenieur aus Malawi, der in Begleitung der Wächter unterwegs war.

In einem Dorf in der Nähe der Stadt Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad, töteten Extremisten am Mittwoch mindestens fünf irakische Polizisten. Neun ihrer Kollegen wurden zum Teil schwer verletzt, als während einer Patrouillenfahrt ein Sprengsatz am Straßenrand explodierte.

Inzwischen haben die Entführer einer amerikanischen Journalistin im Irak mit der Ermordung ihrer Geisel gedroht. In einer am Dienstagabend vom Fernsehsender Al-Jazeera zusammen mit einem Video gesendeten Erklärung gaben sie den USA drei Tage Zeit, alle weiblichen Gefangenen im Irak freizulassen. Die 28-jährige Carroll war am 7. Jänner verschleppt worden.

Zwei irakische Journalisten wurden unterdessen in ihrem Auto beschossen, als sie auf dem Weg zur Arbeit waren. Sie wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. In einer Wohnung in Bagdad fand die Polizei die Leichen von drei Männern, darunter ein Familienangehöriger von Verteidigungsminister Saadoun al-Dulaimi. Alle wiesen Kopfschüsse auf.
(apa/red)