Gescheiterter Überfall auf Geldtransport in Wien: Täter wollte das Fahrzeug kapern!

Verfolgungsjagd: Angestellter erlitt Streifschuss

Nach wie vor sucht die Polizei nach einem brutalen Räuber, der am Mittwochabend einen Geldtransport in Wien-Brigittenau überfallen wollte. Dabei versuchte der Täter zunächst vergeblich, das Fahrzeug der Sicherheitsfirma zu kapern, danach schoss er auf einen Mitarbeiter des Baumarktes, als dieser ihn verfolgte, und verletzte den Angestellten leicht.

Als ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gegen 18.25 Uhr mit Bargeldtaschen aus dem Bauhaus Depot in der Jägerstraße 82 kam, schlug der Räuber zu. Er schlug die Seitenscheibe des Transportfahrzeuges ein - es handelte sich keinen Panzerwagen - und drängte sich, mit einer Pistole bewaffnet, auf den Beifahrersitz. Offenbar wollte er den Mann zu zwingen, mit ihm loszufahren, sagte Dr. Hannes Scherz von der Kriminalpolizeilichen Abteilung am Donnerstag. Der Sicherheitsmann machte ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung und flüchtete in den Baumarkt.

Als daraufhin der Unbekannte davonlief, sah ihn ein Mitarbeiter des Baumarktes, hielt ihn für einen Ladendieb und nahm die Verfolgung auf. "Offenbar hat sich der Täter dabei in die Enge gedrängt gefühlt", meinte Scherz. Der Mann zückte eine Pistole und feuerte auf den Angestellten. Dieser erlitt einen Streifschuss am linken Wadenbein.

Der Täter ist laut Polizei 1,75 bis 1,80 Meter groß und etwa 30 Jahre alt. Er hatte eine kräftige Statur, ein sehr helles Gesicht und war bekleidet mit einer silberfärbigen Jacke. Laut dem Akzent dürfte es sich um einen Russen oder Polen handeln.

(apa/red)