Geplanter Post-Börsegang: Bundeskanzler Schüssel verteidigt Koalitionsentscheidung!

Die Streikdrohung der Gewerkschaft ist "schade"

Bundeskanzler Schüssel hat am Samstag im ORF- Radio den Börsegang der Post verteidigt. Dass die Gewerkschaft mit Streik droht, findet Schüssel "schade". Diese solle nicht parteipolitisch agieren. Gefragt, ob eine weitergehende Privatisierung des Unternehmens geplant sei, meinte Schüssel, dass der nun eingeschlagene Weg "für absehbare Zeit" der Richtige sei: "Den haben uns die Profis empfohlen.

Der ÖVP-Chef hat im Gegensatz zu einigen seiner Landeschefs auch keine Bedenken, wonach die Volkspartei unter Mobilisierungsproblemen leide: "Wenn es ernst wird und das sind Nationalratswahlen, dann bin ich überzeugt, dass die Mobilisierung stimmt", meinte Schüssel. Gleichzeitig machte er klar, dass er sowohl in der Regierung als auch in der Partei an der Spitze weiterarbeiten wolle.

Bei der Koalitionsfrage gab es wie stets keine Antwort des Bundeskanzlers: "Niemand ist ein Prophet und weiß, wie die Wahlen ausgehen." Auch eine Tendenz ließ sich aus seinen Aussagen nicht ablesen. Sowohl breitere als auch schmälere Mehrheiten könnten gut funktionieren, meinte Schüssel auf entsprechende Fragen.

Für seinen Auftritt hat der Kanzler deutliche Kritik von der Opposition empfangen. SP-Bundesgeschäftsführer Darabos warf dem VP- Obmann "totale Abgehobenheit" vor, FPÖ-Generalsekretär Kickl erkannte "übliche Selbstbeweihräucherungen" des Kanzlers.

(apa)