Geldtipp der Woche von

Zukunftsvorsorge ohne Zukunft

Geldtipp der Woche von Stephan Scoppetta

Geldtipp der Woche - Zukunftsvorsorge ohne Zukunft © Bild: NEWS

Altersvorsorge. Vor zehn Jahren wurde in Österreich die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge eingeführt. Sie sollte die drohende Pensionslücke schließen, denn wie uns schon seit Jahren eingeimpft wird: Unsere staatliche Rente ist nicht sicher. 1,6 Millionen Österreicher vertrauten auf den Staat und werden nun schon wieder enttäuscht. Schon während der Finanzkrise erwies sich das Produkt aufgrund der hohen Aktienquote als höchst problematisch.

Jetzt wird auch noch die staatliche Prämie von 5,5 auf 2,75 Prozent gesenkt. Zwar sollte die Halbierung der Prämie nur bis 2016 laufen, doch im aktuell vorliegenden Gesetzesentwurf ist von einer zeitlichen Beschränkung gar keine Rede mehr. Dieser neuerliche Eingriff in die Zukunftsvorsorge zeigt, dass man sich trotz der langen Bindungsfrist nicht darauf verlassen darf, was einem bei Abschluss zugesichert wurde. Grund: Der Staat ist ein schlechter Geschäftspartner und nimmt sich hier Änderungen bei laufenden Verträgen heraus, die ein privater Anbieter nie wagen würde. Deshalb Finger weg von der Zukunftsvorsorge, es gibt bessere Produkte für die Altersvorsorge. Auch eine Beitragsfreistellung bei laufenden Verträgen ist zu überlegen.

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