Geldmangel bei Olympia: Stadt Turin gibt Organisationskomittee TOROC Finanzspritze!

Erste Zahlung von 19 Millionen Euro beschlossen

Die Stadt Turin muss den Olympia-Organisatoren sofort mit einer Finanzspritze in Millionenhöhe unter die Arme greifen. Wie die Turiner Zeitung "La Stampa" am Samstag berichtete, beschlossen die Stadtväter eine erste Zahlung von 19 Millionen Euro an das Organisationskomitee TOROC vorzuziehen. Ansonsten bestehe die Gefahr, das wichtige Lieferungen nicht mehr bezahlt werden könnten.

"Das Organisationskomitee hat keinen flüssigen Cent mehr in der Kasse, um Lieferer zu bezahlen", schreibt das Blatt. Einige Unternehmen hätten gedroht, ihre Leistungen einzustellen. Das hätte den Ablauf der Winterspiele beeinträchtigen und "das Ansehen der Stadt beschädigen" können, heißt es weiter.

Bereits vor Beginn der Winterspiele war klar geworden, dass es ein Defizit von mindestens 40 Millionen Euro geben werde. Nach monatelangem Tauziehen hatten sich die Stadt Turin und die Region kurz vor Eröffnung bereit erklärt, das Finanzloch zu stopfen. Die Organisations-Kosten werden auf rund 1,5 Milliarden Euro beziffert, hinzu kommen etwa zwei Milliarden Euro für Bauten und Infrastrukturmaßnahmen.

(apa)