Geld von

Eine schöne Bescherung

Markus R. Leeb über Lohnerhöhungenfür Staatsdiener & Co

Geld - Eine schöne Bescherung
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Ein Gewerkschafter meinte am Montag grinsend, ob ich das Geheimnis des obersten Beamtengewerkschafters Fritz Neugebauer kenne. Auf meine Verneinung meinte er, dass „der Fritz die Regierung so schnell über den Tisch ziehen kann, dass sie die Reibungshitze für soziale Wärme halten“.

Die Beamtenschaft – und darunter subsumiere ich wie die meisten Österreicher alle Angestellten im öffentlichen Dienst – entzweit wieder einmal unsere Nation. Der Gehaltsabschluss von bis zu 3,36 Prozent mehr ist sehr hoch. Niedrige Gehälter stärker anzuheben ist eine gute Sache. Aber mir erscheinen die 2,68 für die Topverdiener unter den Staatsdienern weitaus zu hoch. Das können wir uns in Wahrheit gar nicht leisten. Die Regierung hat sich Ruhe, Frieden und Wählerstimmen erkauft – auf Kosten der kommenden Generation.

Als es in der vergangenen Krise 2008 und 2009 zu Kurzarbeit kam, musste der privatwirtschaftliche Sektor in den sauren Apfel beißen. Wer im öffentlichen Dienst tätig war, durfte auf die Sicherheit seines Arbeitsplatzes bauen.

Ich weiß um den Wert engagierter Menschen im öffentlichen Bereich und kenne viele. Sie gehören auch ordentlich bezahlt; fair und gerecht. Derzeit sehe ich hier zu wenig Fairness und keine Gerechtigkeit, nur politische Feigheit.