Gefährliche Fahrt: ARBÖ fordert ärztliche Untersuchung für Lenker von Mopedautos

"Besorgnis erregende Todesraten" bei den Fahrern

Lenker von Mopedautos der Klasse L2 (vierrädrige Leichtfahrzeuge) sollen nach den Vorstellungen des ARBÖ im Wege einer ärztlichen Untersuchung auf ihre körperliche Eignung geprüft werden, bevor sie mit der praktischen Ausbildung beginnen können. Das forderte der Autofahrerklub am Samstag in einer Aussendung. Der ARBÖ verwies auf die "Besorgnis erregenden Todesraten" bei den Fahrern von Microcars.

"Es ist nicht einzusehen, dass jeder Führerscheinanfänger vorher zum Arzt muss, während sich Lenker von Mopedautos diesen Weg ersparen", sagte ARBÖ-Präsident Peter Rezar. Wer ein Mopedauto steuern will, muss nach den aktuellen Voraussetzungen fünfzehn Jahre alt sein, einen Theoriekurs von acht Stunden, einen Praxiskurs von sechs Stunden und eine theoretische Prüfung absolvieren. Für Personen über 24 Jahren entfällt die Prüfung, der Kurs muss jedoch absolviert werden.

Für Inhaber eines B-Führerscheines reicht diese Lenkerberechtigung auch für Microcars. Als Lücke für Alko-Lenker kommen Microcars laut ARBÖ immer weniger in Frage. Autofahrer, die mit mehr als 1,6 Promille hinter dem Steuer erwischt werden, bekommen nicht nur Geldstrafen und vier Monate den Führerschein entzogen, sondern jetzt meist auch noch ein generelles Lenkverbot. Das heißt, sie dürfen auch kein Microcar lenken.

(apa)