Gastkommentar von

Frauen fertigmachen hat System

Beate Prettner ist die einzige FRau in der Kärntner Landesregierung

51 Prozent der Kärntner Bevölkerung sind Frauen – mit nur einer Frau in der Landesregierung hinkt Kärnten jedoch auch bei der Gleichberechtigung von Machtausübung hinterher. Das wirkt sich negativ auf alle Sitzungen aus, wo sich die vier Regierungsmitglieder der FPK als Machos ausleben und immer wieder entgleisen.

Da kann es schon vorkommen, dass der Landeshauptmann derb und untergriffig wird und auch den FPK-Finanzreferenten zu frauenfeindlichen Höchstleistungen anspornt. Frauen in der Politik fertigzumachen geschieht hier nicht zufällig, sondern hat System in diesem Machobiotop. Das hat deren ehemaliger Parteifreund Petzner sogar vor Gericht ausgesagt, als er die Vorgangsweise gegen die frühere SPÖ-Chefin Gabi Schaunig beschreiben musste. Die Angst geht um und hält viele fähige Kärntner Frauen von der Politik fern.
Gerade jetzt, nach dem endlich erfolgten Abgang von Uwe Scheuch, hätte die Möglichkeit bestanden, die Frauenquote zu heben und gleichzeitig eine Imagekorrektur einzuleiten. Frauen sind in Kärnten nicht in Korruptionsskandale verwickelt, und auch die gesamten Wirtschaftsverbrechen der letzten Jahre wurden von Männern erdacht und ausgeführt. Aber die Mentalität „das Land gehört uns“ (vor allem der Familie Scheuch) hat Platz gegriffen – die Macht wurde geschwisterlich geteilt.
In der Regierung bin ich der lebende Beweis dafür, dass es der SPÖ Kärnten mit Peter Kaiser ernst ist mit halbe-halbe. Das ewiggestrige Frauenbild der FPK unterstreicht, dass kein Bundesland mehr Nachholbedarf an weiblichem Einfluss in der Politik hat als Kärnten. Ich kämpfe dafür, dass wir rasch auf holen. Auch deshalb brauchen wir: Neuwahlen jetzt!

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