Für 2006 wird ein neuer Maturantenrekord erwartet: Erstmals über 39.000 Absolventen

Bis 2012 starker Anstieg der Maturantenzahlen

2006 bringt Österreich einen neuen Maturantenrekord: Laut der Hochschulplanungsprognose im neuen Uni-Bericht wird heuer erstmals mit mehr als 39.000 Maturanten gerechnet, in den vergangenen Jahren stagnierte die Zahl zwischen 37.000 und 38.000. 2010 sollen es bereits rund 42.000 sein, das vorläufige Maximum wird 2012 mit 42.700 erreicht. Bis 2020 ist dann wieder ein Rückgang zu erwarten.

Die Entwicklung der Maturantenzahlen ist einerseits von den Geburtenraten und andererseits vom Ausmaß der Bildungsbeteiligung abhängig. Während die Geburtenzahl in den 1980er und bis zur Mitte der 1990er Jahre mit 85.000 bis 96.000 Geburten pro Jahr weitgehend konstant war, erreichte sie 1997 mit 84.000 ein erstes Minimum, seit 2001 schwankt sie sogar nur zwischen 77.000 und 79.000 (2004). Die Bildungsbeteiligung, also der Besuch höherer Schulen, steigt dagegen - abgesehen von einer Stagnation in den vergangenen Jahren - kontinuierlich an.

2006 wird mit 39.100 Maturanten gerechnet, das entspricht einem Anteil von 40 Prozent am jeweiligen Altersjahrgang. In den Jahren davor stagnierten sowohl die absoluten Maturantenzahlen als auch die Maturantenquote.

40.000-er-Marke 2009 durchbrochen
2009 wird mit rund 41.000 Maturanten erstmals die 40.000-er-Marke durchbrochen, der Höhepunkt wird dann für das Schuljahr 2011/12 mit 42.700 Maturanten erwartet. Anschließend kann der Anstieg der Bildungsbeteiligung die fallenden Geburtenzahlen nicht mehr kompensieren.

Die Maturantenquote erreicht 2006 erstmals seit 2000 wieder 40 Prozent und steigt bis 2020 auf 45 Prozent. Damit wird dann fast jeder zweite junge Österreicher eine höhere Schule absolviert haben. Mit 56 bis 57 Prozent unverändert bleibt der Frauenanteil unter den Maturanten.

(apa)