Front gegen den Westen: Iran und Syrien bekräftigen Recht auf Atomkraft-Forschung

Jede Kritik daran sei "einseitig und doppelzüngig" Abzug der Besatzungsmächte aus dem Irak gefordert

Syrien und der Iran haben ihren Willen zur engen Kooperation bekräftigt und jegliche Einflussnahme des Westens auf ihre Politik zurückgewiesen. Die beiden Länder hätten eine "vereinte Front gegen Arroganz und Dominanz" gebildet, sagte der iranische Präsident Ahmadinejad zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs in Damaskus.

Dort traf er auch mit Vertretern der radikalen palästinensischen Gruppen Hamas und Islamischer Jihad zusammen. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung bekräftigten beide Länder das Recht des Irans auf eine Entwicklung der Atomkraft zu friedlichen Zwecken. Die Kritik daran verwarfen sie als "einseitig und doppelzüngig", ohne die USA und ihre europäischen Verbündeten beim Namen zu nennen. Des weiteren forderten sie einen "Abzug der Besatzungsmächte" aus dem Irak.

Die Zusammenkunft mit den radikalen palästinensischen Gruppen galt angesichts des Selbstmordanschlags in Tel Aviv als besonders brisant. Israel hat den Iran und Syrien der Verwicklung in den Anschlag beschuldigt, bei dem 20 Israelis verletzt wurden. Beide Länder haben dies zurückgewiesen.

Während des Treffens, bei dem auch die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) zugegen war, bekräftigte Ahmadinejad nach Angaben aus Teilnehmerkreisen seine Unterstützung für den Kampf der Palästinenser gegen Israel. (apa)