Der Verschwörer von

FPÖ-Strache:
"Wir sind die wahre Pegida"

FP-Chef überrascht mit sanfter Islamkritik und sieht sich als gereiften Politiker

HC Strache in Traiskirchen © Bild: APA/Hans Punz

Das Jahr der FPÖ soll 2015 werden, wenn es nach Parteichef Heinz-Christian Strache geht. NEWS traf ihn zum Interview und sprach mit ihm über die heurigen Landtagswahlen, PEGIDA, seinen Plan, Wiener Bürgermeister zu werden, und die Wahrheit über Chemtrails (angebliche Wettermanipulation durch Flugzeugkondensstreifen, Anm.), Lichtnahrung und Kornkreise, die irgendwo da draußen ist.

NEWS : Die Anschläge in Paris erschüttern die Welt. Was ist die Antwort der FPÖ auf diese Bedrohung?
Heinz-Christian Strache : In Vereinen, aber auch in Gebetshäusern und Gefängnissen sind seit Jahren radikale Prediger tätig, die für den Heiligen Krieg werben. Wir warnen seit Langem vor diesen Strukturen, erleben aber eine Politik, die nicht bereit ist, Maßnahmen zu setzen. Wenn man als Österreicher ein Teil einer Söldnerarmee beispielsweise der Fremdenlegion – wird, dann verliert man selbstverständlich die Staatsbürgerschaft. Das passiert bei den Dschihadisten nicht. Es ist unbegreiflich, weshalb man diese Söldner zurückkehren lässt.

NEWS : In Deutschland ist die PEGIDA-Bewegung entstanden und will nun auch in Österreich gegen Islamismus demonstrieren. Will die FPÖ diese Bewegung integrieren oder gibt es Platz für eine Partei rechts der FPÖ?
Strache : In Österreich ist die FPÖ von Beginn an die wahre PEGIDA. Wir haben die Fehlentwicklungen im Bereich des Islamismus immer ernst genommen. Das ist in Deutschland nicht der Fall. Daher entwickelt sich diese Bürgerrechtsbewegung, die immer mehr Zulauf erhält und friedlich auf diese Themen aufmerksam macht.

»Der Staat stellt sich gegen eine freie Gesellschaft«

NEWS : Ein anderes aktuelles Thema ist der Nichtraucherschutz. Unterstützen Sie die Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie?
Strache : Nein, das unterstütze ich nicht. Es ist sehr, sehr negativ, dass sich der Staat überall verordnend einmengt und sich damit letztlich gegen eine liberale und freie Gesellschaft stellt. In Zukunft, wenn ich ein Seidel Bier und einen Schweinsbraten esse, gibt es dann vielleicht eine Strafsteuer. Wo soll das enden?

NEWS : Tausend Menschen sterben in Österreich jährlich an den Folgen des Passivrauchs. Kein politisches Thema für Sie?
Strache : Grundsätzlich gibt es in vielen Arbeitsbereichen schädigende Einflüsse. Ob das im Bereich der Stahlindustrie ist oder im Bereich des Zahntechnikers, aus dem ich komme. Außerdem ist die Debatte eine scheinheilige. Der Staat könnte längst die Tabaksteuer für Nichtraucherkampagnen zweckwidmen.

NEWS : Es fällt auf, dass Sie vor allem über Facebook häufig Verschwörungstheorien verbreiten, beispielsweise Kornkreise oder Chemtrails. Wer verfolgt Sie?
Strache : Überhaupt niemand. Aber manches, was als Theorie abgetan wird, ist gelebte Praxis. In manchen Bereichen gibt es keine Verschwörungstheorie, sondern eine Praxis.

NEWS : Können Sie ein Beispiel nennen?
Strache : Beim Bilderberger-Treffen, das demnächst in Tirol stattfindet, ist Werner Faymann eingeladen. Die Frage stellt sich, wie es sein kann, dass es ein großes Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gibt, bei dem alle politischen Entscheidungsträger zusammenkommen. Ist das eine Befehlsausgabe? Warum lebt man da keine Transparenz?

»Ich finde es lustig, wenn Kornkreise entstehen«

NEWS : Ihre Partei hat parlamentarische Anfragen zur Verschwörungstheorie Chemtrails gestellt. Glauben Sie an Chemtrails?
Strache : Das ist keine Glaubensfrage. Das ist ein Bereich, wo manche diese Dinge kritisch hinterfragen. Ja, wir beschäftigen uns parlamentarisch damit, und ich finde es lustig, wenn Kornkreise entstehen. Das kann man auch, ohne eine Meinung zu haben, posten. Ich habe das getan, weil ich mir nicht erklären kann, wie so ein schönes Gebilde entsteht, ohne dass Halme geknickt sind.

NEWS : Sie wissen also nicht, ob es Chemtrails gibt?
Strache : Das kann ich nicht beurteilen. Ich höre aber immer wieder von anderen Dingen. Beispielsweise beim Klimawandel, bei dem Wissenschaftler zuletzt wieder zu völlig anderen Schlussfolgerungen als den heute üblichen kamen.

NEWS : Sie glauben also an Verschwörungen, die im Verborgenen stattfinden?
Strache : Ich glaube, dass es mächtige Einflusssphären, Geheimdienste und kapitalkräftige Konzerne gibt, die versuchen, sich abzusprechen. Was ist daran so abwegig?

NEWS : Und Sie können Dinge sehen, die den Medien der ganzen Welt verborgen bleiben?
Strache : Nein, man findet ja weltweit immer wieder Medien, die darüber berichten.

NEWS : Russia Today?
Strache : Nicht nur Russia Today, sie können auch amerikanische oder europäische Medien hernehmen, wo Sie immer wieder interessante Informationen finden. Grundsätzlich ist es gut, zu hinterfragen, ob da was dran ist oder nicht. Bei den Bilderbergern ist es real, dass es die gibt.

»Die Bilderberger sind bedenklich«

NEWS : Und vor denen haben Sie Angst?
Strache : Es stimmt mich bedenklich, dass es private Treffen gibt, bei denen die Öffentlichkeit nicht erfährt, was dort besprochen wird. Das letzte Bilderberger-Treffen war drei Wochen vor dem Europäischen Stabilitätsmechanismus. Danach ist es jedenfalls schnell gegangen.

NEWS : Wer sind die Leute, die das Wetter manipulieren und den Klimawandel erfinden?
Strache : Ich rede nicht von Wettermanipulation, aber natürlich geht es um Geschäftemacherei. Wenn wir an den Klimawandel denken, dann kommen Wissenschaftler, die Gegenteiliges sagen, gar nicht zu Wort.

NEWS : Die Wahrheit sagen Leute wie der Esoteriker Rüdiger Dahlke, der an Lichtnahrung und Chemtrails glaubt und von dem sie ein Video auf Facebook geteilt haben?
Strache : Das weiß ich nicht. Damit habe ich mich nicht wirklich auseinandergesetzt.

NEWS : Für Sie ist Lichtnahrung nichts?
Strache : Nein, ich bin ein sehr genussvoller Mensch, der gerne etwas Materielles zu sich nimmt. Aber ich habe ein tolles Video über einen Mönch gesehen, der vor hundert Jahren gestorben ist, der eine mumifizierte Gestalt ist und dessen Augen sich bewegen sollen. Das sind interessante Phänomene, die oftmals nicht erklärbar sind und die man kritisch hinterfragen soll.

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Kommentare

Christian Pichler
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Ich bin zwar kein Fan von Strache&Co, aber damit, dass auf dieser Welt nicht alles erklärbar ist und es einfach wirklich seltsame Dinge gibt, hat er Recht (bis auf den Punkt mit der "Lichtnahrung". Damit haben sich nämlich schon viele Leute totgehungert...). Aber Geheimbünde, die irgendwelche Dinge im Verborgenen absprechen, gibt es mit Sicherheit! Nicht jede Verschwörungstheorie muss falsch sein.

Christian Pichler
Christian Pichler melden

Und mit "kein Fan" meine ich, ich gehöre zu einem anderen politischen Spektrum...

Bunt durcheinander-gewürfelt, das ist so Lustig! Ich fühl mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt. Kaschperltheater hat mir immer schon gefallen :-). Aber hoppala, schon bin ich wieder im Erwachsenenalter angekommen und denk mir nur: ein bischen mehr Ernst würde der Sache nicht schaden. Satirische Fragen und auf glauben/meinen basierende Antworten schön und gut, aber ein Kaschperltheater halt

Jetzt ist er endgültig übergeschnappt der "Herr" Strache
(Mehr Brutto von Netto )















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waldelfe melden

Ja darf denn das wahr sein??!? Weiß dieser Herr Sprache eigentlich, was er für Ungeheuerlichkeiten von sich gibt?? Wie Menschen verächtlich kann jemand sein, wenn er sich brüstet eine bessere "Pegida" zu sein? Und so etwas lebt von unseren Steuergeldern,...-solche "Menschen" werden von uns finanziert, ebenso wie die von ihm so oft zitierten "Sozialschmarotzer"....

11223344 melden

und der feigmann schweigt wie immer doof vor sich hin, was ist den besser??

Karl Schmidt
Karl Schmidt melden

und der der herr schindelegger hat sich auch aus dem staub gemacht!!! rot, scharz und grün kein wunder das es nur bergab geht

Der Interviewer ist ja mal ungebildet. Ja bistdu deppert

Nicht nur stoppen, er wird für Deportationen sorgen. Er wird sicher keine Islamisten aufgrund "kein dringende tatverdacht" frei herumlaufen lassen. Und er wird die Sozialhilfeempfänger mit Migrationshintergrund genauer anschauen.

Auch ein HC Strache wird diesen Staat nicht sanieren können. Aber diese maßlose Zuwanderung zu stoppen, kann man von ihm schon erwarten.

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