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Fortsetzung im Westenthaler-Prozess: Urteile nicht ausgeschlossen

Verfahren könnte am heutigen Freitag in erster Instanz zu Ende gehen

Im Wiener Landesgericht für Strafsachen wird am heutigen Freitag der Prozess gegen Peter Westenthaler und seinen ehemaligen Co-Vorstand bei der heimischen Fußball-Bundesliga, Thomas Kornhoff, fortgesetzt. Falls der Schöffensenat die offenen Beweisanträge abweist und keine weiteren Beweismittel zulässt, könnte es im Verfahren gegen den ehemaligen FPÖ- und BZÖ-Politiker erstinstanzliche Urteile geben.

Westenthalers Verteidiger Thomas Kralik hatte zuletzt Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) und den ehemaligen Bundesliga-Präsidenten und späteren Partei-Gründer Frank Stronach als zusätzliche Zeugen beantragt. In dem Verfahren geht es um eine auf einer Scheinrechnung basierende Zahlung der Österreichischen Lotterien in Höhe von 300.000 Euro an das BZÖ vom Sommer 2006 sowie die angeblich missbräuchliche Verwendung einer dem Fußball-Nachwuchs zugedachten Millionen-Subvention an die Bundesliga, die der Nationalrat im Dezember 2004 in Form eines Budgetüberschreitungsgesetzes genehmigt hatte. Westenthaler und Kornhoff sollen die Million widmungswidrig verwendet haben, um eine für die Bundesliga Existenz bedrohende Drittschuldnerklage mit einem außergerichtlichen Vergleich aus der Welt zu schaffen. Beide haben die gegen sie gerichteten Vorwürfe stets entschieden bestritten.

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