Der Weltmeister-Rennstall Red Bull Racing nimmt in der Formel 1-WM mit seinen zwei Boliden zum dritten Mal in Serie die erste Startreihe ein. Champion und WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel setzte sich im Qualifying für den Großen Preis von Indien auf dem Buddh International Circuit in Greater Noida bei Neu-Delhi 0,044 Sekunden vor seinem australischen Teamkollegen Mark Webber durch und erreichte seine fünfte Pole Position der Saison.
THEMEN:WM-Spitzenreiter Vettel stellte seinen spanischen Titelrivalen Fernando Alonso mit seiner 35. Karriere-Pole einmal mehr in den Schatten. Der Ferrari-Pilot musste sich mit dem fünften Platz begnügen (0,490 zurück), damit sind am Sonntag (10.30 MEZ/Live ORF 1, RTL und Sky) die englischen McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button, die in der zweiten Startreihe stehen, wohl die schärfsten Rivalen des Red-Bull-Teams um den Sieg.
"Trotzdem Augen auf für morgen"
Sebastian Vettel nahm die Bestzeit äußerlich ziemlich unaufgeregt zur Kenntnis. Für den Champion hätte das Qualifying nicht besser laufen können. "Trotzdem Augen auf für morgen. Es wird ein langes Rennen", mahnte Vettel, der sich beim ersten Ansturm auf die Pole Position noch verbremst hatte. "Ich hatte ein stehendes Vorderrad", schilderte der 25-Jährige. "Ich wusste aber, dass die Zeit für Platz eins möglich war."
Ganz verhehlen konnte der Red-Bull-Star seine Freude nicht: "Ich war sehr glücklich mit der Runde. Das ist bislang ein großartiges Wochenende." Eines, an dem er zum ersten Mal in seiner Karriere vier Erfolge in Serie feiern und einen weiteren Schritt Richtung WM-Hattrick tun könnte.
Im WM-Duell mit Alonso hat er vor dem viertletzten Saisonrennen sechs Punkte Vorsprung. Gut für Vettel, dass sich neben Webber auch noch das McLaren-Duo vor den Weltmeister von 2005 und 2006 schob. Der Spanier versprach dennoch einen harten Kampf. "Wir müssen die ganze Zeit aggressiv herangehen. Ich muss versuchen, vor Sebastian ins Ziel zu kommen. Das ist das Hauptziel. Wie wir das machen, weiß ich nicht", gab Alonso zu, der in der WM-Wertung schon 44 Punkte vor Vettel geführt hatte.