Das Tier griff an, während der 17-Jährige gerade in einem Fluss schwamm. Der Alligator habe laut offiziellen Angaben bei dem Angriff am Montag die Hälfte des Arms aufgefressen. Einsatzkräfte hätten das Reptil daraufhin erlegt und den Bauch des Tieres geöffnet. Den Ärzten sei es jedoch nicht gelungen, dem Jugendlichen den Arm wieder anzunähen.
Der Jugendliche sei in einem Fluss geschwommen, in dem dies erlaubt gewesen sei, sagte der örtliche Behördenvertreter Jorge Pino. Es war bereits die zweite Attacke eines Alligators in diesem Sommer in Florida. Anfang Juni hatte ein solches Reptil dem Kapitän eines Touristenbootes die Hand abgerissen. Dieser wollte seine Passagiere mit dem Füttern von Alligatoren amüsieren. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er Zeugenaussagen zufolge die Tiere provoziert haben soll. Pino zufolge greifen wilde Alligatoren Menschen nur selten an.
Krokodiljagd in Bayern
Währenddessen suchen bayerische Sicherheitskräfte ein angebliches Krokodil im Mittleren Klausensee in der Oberpfalz, eine erste Suchaktion ging in der Nacht auf Mittwoch jedoch ergebnislos zu Ende. Nun sollen Fotofallen am Ufer aufgestellt werden. "Wir hoffen, damit Bilder von dem Tier zu erhalten", sagte der Sprecher der Stadt Schwandorf, Lothar Mulzer. Sollten sich bis zum Wochenende keine Anhaltspunkte auf ein Krokodil ergeben, werde die Sperre des Sees aufgehoben.
"Bei Starkregen und Gewitter wurde die Aktion nach etwa 90 Minuten aus Sicherheitsgründen beendet", berichtete Mulzer vom nächtlichen Einsatz. Bis dahin habe es keine Hinweise auf ein Krokodil gegeben. 70 Einsatzkräfte waren an der Suche in der Dunkelheit beteiligt. Von sechs Ruderbooten aus hatten sie das Ufer des Mittleren Klausensees ausgeleuchtet.
Oder vielleicht doch ein Biber?
Am Samstag hatte ein Spaziergänger ein etwa ein Meter langes Tier mit einem langen Schwanz am Ufer entdeckt und die Polizei alarmiert. Danach meldete sich eine Frau und berichtete, dass zuvor schon nahe des Ufers ein ebensolches Tier über sie hinweggeschwommen sei. Dabei habe sie sich eine sieben Zentimeter lange Kratzwunde zugezogen. Die Kommune verbot am Wochenende das Baden in dem See.
"Die Zeugen sind glaubwürdig. Wir nehmen die Sache ernst", sagte Schwandorfs Oberbürgermeister Helmut Hey (SPD), der den nächtlichen Einsatz begleitet hatte. Wenn jedoch auch die Fotofallen das gesuchte Tier nicht als Krokodil entlarven, müsse es sich wohl um einen Biber handeln. "Biber sind hier in den zahlreichen Seen heimisch. Sie können eine solche Größe erreichen und haben auch Krallen."